Sport | Wintersport
28.08.2017

Mit Vollgas in die olympische Wintersaison

Nicole Schmidhofer weilte bei einem Medientermin mit ihren Kolleginnen Stephanie Venier und Ramona Siebenhofer in Wien.

"I waaß scho, wieso mir gefrorenes Wasser lieber ist", sagte Super-G-Weltmeisterin Nicole Schmidhofer nach ihren Fahrten am Wiener Wakeboardlift auf der Neuen Donau. Die Steirerin und ihre Kolleginnen Stephanie Venier und Ramona Siebenhofer von Team Baustoff + Metall absolvierten am Montag einen Medientermin, am Donnerstag geht es für die Speed-Damen für drei Wochen ins Training nach Chile.

Schmidhofer genoss den schneefreien Sommer: "Als ich die ganzen Termine rum hatte und Anfang Juli endlich mal eine Woche daheim war, da war ich so richtig müde und leer." Nun sind die Akkus wieder aufgeladen.

"Sehr, sehr viel" habe sich seit ihrer WM-Goldenen verändert, verriet Schmidhofer. Sie sei selbst noch immer verwundert, wie viele Leute sie auch in Wien oder Graz auf der Straße angesprochen haben. Oder darüber, wie oft sie auf diversen Events zu sehr später Stunde um ein gemeinsames Foto gebeten wurde, mitunter nicht unbedingt im freundlichsten Ton. "Bitte ist offenbar ein Wort, das nicht viele kennen", berichtete die Steirerin.

Andererseits haben sich laut Schmidhofer durch den Erfolg auch zahlreiche neue Kontakte und Chancen ergeben. So bekam die 28-Jährige im Frühjahr eine Einladung, gemeinsam mit Venier das Champions-League-Ausscheiden des FC Bayern im Viertelfinale gegen Real Madrid in München zu besuchen. "Ich bin ein voller Madrid-Fan und bin dort bei 70.000 Bayern dringestanden. Das war ein super Erlebnis", sagte Schmidhofer. "Das einzige, was ein bisschen zu kurz kommt, ist wirklich nur die Zeit daheim."

Schmidhofer will auch in der Olympia-Saison ihrem Motto treu bleiben. "Für mich geht es darum, dass ich gut Ski fahre. Ich will mich aufs Skifahren konzentrieren und nicht platzierungsmäßig auf irgendwas versteifen", betonte die Weltmeisterin, denn: "Wenn ich gut Ski fahre, bin ich schnell." Den Olympischen Spielen im Februar in Pyeongchang werde sie nicht alles unterordnen. "Ich möchte von Anfang an in Lake Louise schon Gas geben, dort vorne mit dabei und am Ende der Saison sagen können, es war eine sehr gute, konstante Performance von mir."