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11.03.2018

Jansrud holt Super-G-Kristall, kein ÖSV-Podestplatz

Der Norweger sichert sich durch den Tagessieg in Kvitfjell den Kugelgewinn. Hannes Reichelt wird als Siebenter bester ÖSV-Läufer.

Noch vor der Finalwoche im alpinen Ski-Weltcup sind acht von zwölf Kristallkugeln vergeben. Am Sonntag nutzte Kjetil Jansrud in seiner norwegischen Heimat die Gunst der Stunde und entschied mit einem Sieg in Kvitfjell den Super-G-Weltcup vorzeitig. Erstmals in dieser Saison stand dabei in dieser Disziplin kein Österreicher auf dem Podium. ÖSV-Bester war Hannes Reichelt als Siebenter.

Jansrud holte vor dem Schweizer Beat Feuz und dem mit Startnummer 49 überraschenden Franzosen Brice Roger seinen zweiten Saisonsieg und den insgesamt 21. in seiner Karriere. Sieben davon gelangen ihm in Kvitfjell, auf der Olympia-Strecke von 1994, wo er skifahrerisch groß geworden ist. "Es bedeutet viel", betonte der 32-jährige Jansrud. "Es ist richtig, etwas Großes zu bekommen in der Saison, wenn man gut gefahren ist."

Der Super-G-Weltcup ging damit zum siebenten Mal in Folge nach Norwegen. Jansrud gewann auch 2014/15 und 2016/17, dazwischen war Aleksander Aamodt Kilde erfolgreich. 2011/12, 2012/13 und 2013/14 hieß der Sieger Aksel Lund Svindal. Der Abfahrts-Olympiasieger verpasste am Sonntag ein Tor und schied aus.

Schoko-Kuchen von der Mama

"Das ist ein unfassbarer Tag für mich. Dass es hier immer hier so gut klappt, ist unglaublich für mich", meinte Jansrud erfreut. Seine Mutter hatte die norwegische Mannschaft vor dem Rennen wie jedes Jahr mit Schokoladekuchen versorgt. "Dass ich schon zum dritten Mal hier den Super-G-Weltcup gewonnen habe, ist so schön. Es ist kaum vorstellbar, wie es in mir zugeht."

Das Österreicher-Quartett, das vor dem Rennen noch Chancen auf die kleine Kugel gehabt hatte, schaffte es nicht, sich im Spitzenfeld zu klassieren. Hinter Reichelt wurde Max Franz Achter, wobei Reichelt in einem denkbar knappen Rennen nur 0,14 Sekunden auf den dritten Platz fehlten. Vincent Kriechmayr landete auf Position 13. Olympiasieger Matthias Mayer, der schnell unterwegs gewesen war, wurde von einem Schlag aus der Linie geworfen und fuhr direkt in ein Tor.

"Kjetil ist wieder einen perfekten Lauf gefahren", kommentierte Reichelt schon früh die Siegesfahrt. Bei seinem Versuch erkannte er "ein paar Passagen, die nicht gepasst haben oben, da kriege ich einfach zu viel Zeit". Konkret habe er im oberen Teil nicht ideal geschafft, die Geschwindigkeit mitzunehmen. Ähnlich sah es Kriechmayr. "Man muss cool bleiben, das ist mir oben nicht gelungen", konstatierte er.

"Verhaut"

Franz berichtete dagegen von einem guten Gefühl im oberen Streckenabschnitt. "Dann habe ich aber leider dieselbe Passage verhaut wie gestern in der Abfahrt", sagte der Kärntner. "Ein Stockerl wäre heute auf jeden Fall dringewesen, vielleicht sogar der Sieg. Aber wenn du zweimal an derselben Stelle patzt, darfst du dich nicht wundern."

Christian Walder qualifizierte sich als 18. für das Finale in Aare, Romed Baumann belegte den 20. Platz. Christoph Krenn machte als 29. noch zwei Weltcup-Punkte. Otmar Striedinger und Johannes Kröll blieben außerhalb der Top 30. "Das ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagte Baumann. In der Abfahrt am Samstag war die Abstimmung total daneben gegangen, erzählte der Tiroler, der allerdings trotzdem im ÖSV-Finalteam für die Königsdisziplin steht. "Heute ist es besser gegangen, das bestärkt mich darin, nicht aufzugeben."

Gesamt:

1.

Marcel Hirscher (AUT)

1494

2.

Henrik Kristoffersen (NOR)

1205

3.

Kjetil Jansrud (NOR)

815

4.

Beat Feuz (SUI)

796

5.

Aksel Lund Svindal (NOR)

776

6.

Alexis Pinturault (FRA)

687

7.

Thomas Dreßen (GER)

567

8.

Andre Myhrer (SWE)

522

9.

Vincent Kriechmayr (AUT)

504

10.

Matthias Mayer (AUT)

502

11.

Dominik Paris (ITA)

498

12.

Hannes Reichelt (AUT)

472

13.

Manuel Feller (AUT)

455

14.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

454

15.

Peter Fill (ITA)

446

Weiter:

17.

Michael Matt (AUT)

394

19.

Max Franz (AUT)

375

37.

Marco Schwarz (AUT)

210

47.

Romed Baumann (AUT)

146

56.

Christian Hirschbühl (AUT)

102

61.

Marc Digruber (AUT)

92

66.

Christian Walder (AUT)

82

79.

Stefan Brennsteiner (AUT)

57

90.

Roland Leitinger (AUT)

45

94.

Johannes Kröll (AUT)

43

108.

Otmar Striedinger (AUT)

29

111.

Niklas Köck (AUT)

24

121.

Magnus Walch (AUT)

18

128.

Frederic Berthold (AUT)

15

.

Thomas Hettegger (AUT)

15

.

Christoph Krenn (AUT)

15

133.

Daniel Danklmaier (AUT)

14

141.

Johannes Strolz (AUT)

10

151.

Marcel Mathis (AUT)

4

Super G Herren (5):

1.

Kjetil Jansrud (NOR)

360

2.

Hannes Reichelt (AUT)

222

3.

Vincent Kriechmayr (AUT)

220

4.

Aksel Lund Svindal (NOR)

214

5.

Max Franz (AUT)

204

6.

Beat Feuz (SUI)

174

7.

Adrien Theaux (FRA)

169

8.

Josef Ferstl (GER)

163

9.

Aleksander Aamodt Kilde (NOR)

163

10.

Matthias Mayer (AUT)

160

11.

Andreas Sander (GER)

134

12.

Peter Fill (ITA)

115

13.

Christof Innerhofer (ITA)

109

14.

Thomas Dreßen (GER)

103

15.

Dominik Paris (ITA)

87

Weiter:

23.

Christian Walder (AUT)

53

31.

Romed Baumann (AUT)

29

33.

Niklas Köck (AUT)

24

43.

Christoph Krenn (AUT)

6

Mannschaft Herren (33):

1.

Österreich

5117

2.

Norwegen

4255

3.

Schweiz

3392

4.

Frankreich

2630

5.

Italien

2494

6.

Deutschland

1871

7.

Schweden

1010

8.

USA

829

9.

Slowenien

546

10.

Kanada

506

11.

Großbritannien

237

12.

Russland

178

13.

Kroatien

118

14.

Slowakei

54

15.

Finnland

39

Nationencup (68):

1.

Österreich

9614

2.

Schweiz

7747

3.

Italien

6089

4.

Norwegen

5839

5.

Frankreich

4032

6.

USA

3879

7.

Deutschland

3521

8.

Schweden

2568

9.

Slowenien

1342

10.

Slowakei

943

11.

Liechtenstein

811

12.

Kanada

790

13.

Großbritannien

286

14.

Russland

181

15.

Kroatien

136