Hirscher will nichts überstürzen.

© APA/HANS KLAUS TECHT

Sport Wintersport
03/19/2017

Hirscher im letzten Saisonrennen auf Rang vier

Der Schwede Andre Myhrer gewinnt den Aspen-Slalom. Michael Matt fährt auf den dritten Platz.

Man war ja in den letzten Wochen fast schon ein wenig versucht, zu vergessen, dass es auch noch andere Sieger im alpinen Skirennlauf als Marcel Hirscher geben kann – doch es gibt sie wirklich. Siehe das letzte Rennen der Saison, den Slalom von Aspen, bei dem die Zuschauer einmal mehr im T-Shirt verfolgten, wie sich die besten Menschen auf zwei Brett’ln bei 15 Grad plus den Frühlingsschnee hinuntermühten.

Marcel Hirscher hatte bei Halbzeit geführt und sich über sein sehr gut funktionierendes Material gefreut, doch der Sieger von Gesamt-, Riesenslalom- und Slalomweltcup musste dann am Ende eben doch drei anderen Herren den Vortritt lassen – und zwar jenen "Spezialisten für Frühlingsschnee" (Hirscher), die er als gefährliche Konkurrenten ausgemacht hatte. Und so kam es dann auch: Der Schwede André Myhrer siegte wie schon beim Weltcup-Finale vor einem Jahr in St. Moritz. Es war der siebente Erfolg des 34-jährigen Hobby-Gitarristen aus Bergsjö, der schon bei der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen zu einem abendfüllenden Konzert seiner Band eingeladen hatte.

Endstände im Weltcup

Apropos Garmisch-Partenkirchen: 14 Hundertstelsekunden hinter Myhrer klassierte sich der Bayer Felix Neureuther, eine weitere Hundertstel zurück reihte sich Michael Matt ein, der wie im ersten Slalom der Saison in Levi auch in Aspen wieder auf dem Podest landete. "Ich hab’ momentan beim Material ein super Paket beisammen, mit dem ich bei solchen Verhältnissen wie hier sehr schnell bin", freute sich der Tiroler. Einziger Haken: "Als ich im zweiten Lauf gemerkt hab’, jetzt geht’s dahin, jetzt kommt der Bereich, wo ich Vollgas geben kann – da hab’ ich einen Fehler gemacht, das war richtig blöd."

Kein Glück war Vizeweltmeister Manuel Feller beim Saisonfinale beschieden: Eine Verkühlung samt Fieber hatte den Tiroler am Samstag erwischt. "Ich hab’ überlegt, ob ich überhaupt starten soll. Es war ein Kampf ums Überleben", diesen bestand er auf Platz 16 ohne Punkte. Der Kärntner Marco Schwarz wurde 18., der Niederösterreicher Marc Digruber 22.

Ein Negativerlebnis zum Schluss gab es für den Norweger Henrik Kristoffersen: Der fünffache Saisonsieger wurde mit 7,14 Sekunden Rückstand 24. – und Letzter.

Endstand:

1.

Andre Myhrer (SWE)

1:27,97

Min.

43,20

44,77

2.

Felix Neureuther (GER)

1:28,11

+00,14

43,65

44,46

3.

Michael Matt (AUT)

1:28,12

+00,15

43,49

44,63

4.

Marcel Hirscher (AUT)

1:28,29

+00,32

43,12

45,17

5.

Manfred Mölgg (ITA)

1:28,40

+00,43

43,66

44,74

6.

Mattias Hargin (SWE)

1:28,54

+00,57

44,05

44,49

7.

Alexander Choroschilow (RUS)

1:28,62

+00,65

43,73

44,89

8.

David Ryding (GBR)

1:28,79

+00,82

44,56

44,23

9.

Stefano Gross (ITA)

1:28,81

+00,84

43,47

45,34

10.

Luca Aerni (SUI)

1:28,85

+00,88

43,99

44,86

11.

Julien Lizeroux (FRA)

1:28,91

+00,94

44,10

44,81

.

Giuliano Razzoli (ITA)

1:28,91

+00,94

44,17

44,74

13.

Sebastian-Foss Solevaag (NOR)

1:28,93

+00,96

44,54

44,39

14.

Jean-Baptiste Grange (FRA)

1:28,97

+01,00

44,53

44,44

15.

Daniel Yule (SUI)

1:29,04

+01,07

44,24

44,80

16.

Manuel Feller (AUT)

1:29,09

+01,12

44,42

44,67

17.

Naoki Yuasa (JPN)

1:29,33

+01,36

44,73

44,60

18.

Marco Schwarz (AUT)

1:29,34

+01,37

44,63

44,71

19.

Patrick Thaler (ITA)

1:29,37

+01,40

45,19

44,18

20.

Alexis Pinturault (FRA)

1:29,42

+01,45

44,30

45,12

21.

Linus Straßer (GER)

1:29,52

+01,55

43,92

45,60

22.

Marc Digruber (AUT)

1:30,04

+02,07

44,55

45,49

23.

Leif Kristian Haugen (NOR)

1:34,97

+07,00

50,39

44,58

24.

Henrik Kristoffersen (NOR)

1:35,11

+07,14

43,60

51,51

Ausgeschieden im 1. Durchgang: Jonathan Nordbotten (NOR)

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