Sport | Wintersport
13.12.2017

Favoriten hielten sich im 1. Gröden-Training zurück

Der US-Amerikaner Goldberg fährt die Bestzeit, Matthias Mayer wird auf verkürzter Strecke als 13. bester Österreicher.

Im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt der alpinen Ski-Herren in Gröden hat der US-Amerikaner Jared Goldberg die Bestzeit markiert. Hinter seinem Landsmann Wiley Maple (+0,47 Sekunden) landeten am Mittwoch die beiden Deutschen Thomas Dreßen (0,51) und Andreas Sander (0,67). Bester Österreicher war Matthias Mayer (1,15), der den 13. Rang belegte.

Seine Teamkollegen ließen es noch ruhiger angehen. Romed Baumann (1,44) kam auf den 17. Platz, Hannes Reichelt (1,47) reihte sich direkt hinter dem Tiroler ein. Vincent Kriechmayr (1,50), Vorjahressieger Max Franz (1,53) und Otmar Striedinger (1,58) belegten im Paket die Plätze 20 bis 22. Auch Johannes Kröll (1,71) platzierte sich als 27. noch unter den Top 30.

Brüchige Piste

Das Training mit gestarteten 93 Athleten war noch ein behutsames, wenig aussagekräftiges Herantasten an die Saslong, die heuer dank der kalten Temperaturen in den vergangenen Wochen früher als gewohnt in einem rennfertigen Zustand war. Im oberen Teil hatte der Neuschnee der vergangenen Nächte allerdings eine brüchige Piste hinterlassen. Der Start wurde daher kurzerhand um eine halbe Stunde verschoben, los ging es erst vom Super-G-Start.

"Es war viel zu weich. Es war eine Schicht gefroren, nach den ersten Besichtigungen ist das weggerutscht. Darunter war alles nur mehr knollig, das ist dann alles rausgebrochen", erzählte Mayer. "Ich weiß nicht, wie sie das herrichten werden. Das werden sie sicher mit Pistengeräten rausschieben müssen, schätze ich." Der Rest der Strecke sei jedoch in einem Top-Zustand, berichtete der Kärntner, der mit seiner Fahrt im Großen und Ganzen zufrieden war.

"Ich bin eigentlich relativ sauber runtergefahren. Vielleicht war das zu sauber", meinte Reichelt. "Es geht schön zum Fahren, das ist das Positive am heutigen Tag. Jetzt freue ich mich schon so richtig auf morgen", resümierte Max Franz.