Schweizer Ski-Versprechen für die Zukunft

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Der 24-jährige Beat Feuz gewann in Gröden sein zweites Weltcuprennen. Ihm wird eine große Karriere prophezeit.

Weil in Gröden immer wieder Außenseiter mit hohen Nummern die Favorits ausgebremst hatten, wurde die Beginnzeit verlegt. Dennoch schien auch bei schlechter Sicht für Nachzügler wieder symbolisch die Sonne.

Überraschung Nummer 1 mit Nummer 26: Der Schweizer Beat Feuz, 24, raste im Super-G zur Bestzeit, nachdem Bode Miller bereits zum Sieg gratuliert worden war.

Überraschung Nummer 2 mit Nummer 54: Der Kärntner Max Franz, 22, wurde Fünfter und bester Österreicher. Just auf jener Südtiroler Saslong, auf der 1993 sein Cousin Werner Franz mit Nummer 64 Abfahrtszweiter geworden war.

Dass auch heuer voreilige Reporter ihre Rennberichte umschreiben mussten, lag an den unterschiedlichen Sichtverhältnissen. Aber nicht nur an ihnen.

Wandlung

Beat Feuz, der im Vorjahr noch einem "Kugelblitz" geglichen hatte ob seiner Leibesfülle, ist mehr als nur ein Zufallssieger. Dem lustigem Burschen werden, nachdem er von seinen Trainern erfolgreich zu ernsthaftem Konditionstraining überredet worden war, noch viele Siege prophezeit. "Aber in Gröden hat mir meine Familie noch nicht so viel zugetraut. Deshalb ist niemand von meinen Angehörigen hierher gekommen."

Auch Feuz selbst konnte kaum fassen, dass er in Südtirol den zweiten Weltcupsieg seiner (von Verletzungen unterbrochenen) Karriere einfahren würde: „Ich habe am Start gehört, dass Bode Miller führt und mit den höheren Nummern keiner mehr eine Chance hatte. Ich habe die Fahrt von Miller sogar noch im Fernsehen anschauen können. Umso überraschter war ich im Ziel, als die 1 aufleuchtete – es ist einfach unglaublich.“

Die ÖSV-Speedabteilung hingegen muss sich mit Newcomer Franz, dem unerwartet gut geglückten Comeback von Mario Scheiber und dem Verweis auf die Spezialabfahrt am Samstag trösten. "Wir hoffen, dass die Abfahrtsspur doch noch kompakter ist als die weiche Super-G-Piste", sagte Romed Baumann.

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Super-G in Gröden.

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Feuz gewinnt den Super-G in Gröden.

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Miller wird Zweiter.

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Jansrud landet auf Platz 3.

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Max Franz wird als bester Österreicher Fünfter.

1. Beat Feuz (SUI) 1:21,51
2. Bode Miller ( USA) 1:21,81 +0,30
3. Kjetil Jansrud (NOR) 1:21,95 +0,44
4. Aksel Lund Svindal (NOR) 1:22,20 +0,69
5. Max Franz (AUT) 1:22,32 +0,81
6. Stephan Keppler (GER) 1:22,35 +0,84
7. Andreas Romar (FIN) 1:22,37 +0,86
8. Joachim Puchner (AUT) 1:22,45 +0,94
9. Mario Scheiber (AUT) 1:22,53 +1,02
10. Klaus Kröll (AUT) 1:22,64 +1,13
. Jan Hudec (CAN) 1:22,64 +1,13
12. Didier Defago (SUI) 1:22,69 +1,18
13. Hans Olsson (SWE) 1:22,70 +1,19
14. Tobias Stechert (GER) 1:22,72 +1,21
15. Adrien Theaux (FRA) 1:22,75 +1,24
16. Rok Perko (SLO) 1:22,82 +1,31
17. Patrick Küng (SUI) 1:22,83 +1,32
18. Matthias Mayer (AUT) 1:22,88 +1,37
19. Didier Cuche (SUI) 1:22,89 +1,38
20. Andrew Weibrecht (USA) 1:22,91 +1,40
21. Sandro Viletta (SUI) 1:22,92 +1,41
22. Peter Fill (ITA) 1:22,94 +1,43
23. Matteo Marsaglia (ITA) 1:22,95 +1,44
24. Romed Baumann (AUT) 1:22,98 +1,47
. Christof Innerhofer (ITA) 1:22,98 +1,47
26. Natko Zrncic-Dim (CRO) 1:23,01 +1,50
. Gasper Markic (SLO) 1:23,01 +1,50
28. Hannes Reichelt (AUT) 1:23,05 +1,54
29. Wiley Maple (USA) 1:23,11 +1,60
30. Ambrosi Hoffmann (SUI) 1:23,23 +1,72
Weiter:
31. Bernhard Graf (AUT) 1:23,24 +1,73
34. Georg Streitberger (AUT) 1:23,34 +1,83
38. Manuel Kramer (AUT) 1:23,46 +1,95
46. Benjamin Raich (AUT) 1:23,71 +2,20

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Erstellt am 16.12.2011