Schlierenzauer: "Was zählt ist der Gesamtsieg"

Die Prämie für den Grand-Slam löste sich in Luft auf. "Das hat mich nie interessiert", sagte der 21-Jährige anschließend.

Natürlich war er nicht außer sich vor Freude. Was sonst? Wer seit Tagen nur mehr mit dem Grand-Slam in Verbindung gebracht wird, wer von allen bereits nur mehr als neuer Hannawald gehandelt wird und ständig Fragen gestellt bekommt, was er denn mit einer Million Franken anstelle, der muss fast schon zwangsläufig über einen zweiten Platz enttäuscht sein.

Gregor Schlierenzauer war die Ernüchterung auch anzusehen. Zwar versuchte er gute Miene zu machen und ballte nach seinem Finalsprung auf 123 Meter auch trotzig die Faust, doch kein Vergleich zu seinem ausgelassenen Jubel nach dem ersten Sprung (130,5 Meter). Da war Schlierenzauer nicht mehr zu bremsen und klopfte sich mehrmals siegessicher auf die Brust. "Noch einen runter klopfen, dann passt das", hatte er siegessicher zur Halbzeit verkündet.

Doch der Wind verblies ihn ("ich habe mir gedacht, das darf nicht wahr sein"), und damit löste sich auch die Prämie für den Grand-Slam (eine Million Franken) in Luft auf. "Das hat mich nie interessiert", erklärte Schlierenzauer nach seinem zweiten Platz, "ich habe die Tournee noch nie gewonnen, der Gesamtsieg ist das was zählt."

Ein Gesamtsieg, den ihm wohl nur mehr Andreas Kofler streitig machen kann. Denn Titelverteidiger Thomas Morgenstern, der am Mittwoch Sechster wurde, liegt als Tournee-Dritter bereits 36,1 Zähler zurück. Die österreichische Dreifach-Führung sorgt auch bei Cheftrainer Alexander Pointner für Hochgefühle. "Ich bin wirklich sehr gerührt. Hut ab, was Kofler, Schlierenzauer und Morgenstern leisten."

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( Kurier ) Erstellt am 04.01.2012