Salzburg zieht ins Halbfinale ein

APA11802228 - 08032013 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Salzburgs Daniel Richmond (re) und Teamkollege Douglas Lynch jubeln über den zwe… © Bild: APA/KRUGFOTO

Die Bullen entscheiden die Serie gegen Zagreb mit einem Heimerfolg nach Verlängerung für sich. VSV gleicht aus.

Red Bull Salzburg hat am Freitag als drittes Team das Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga erreicht. Der Ex-Meister bezwang Zagreb vor Heimpublikum 3:2 (0:0,2:1,0:1 - 1:0) nach Verlängerung und entschied damit die "best-of-seven"-Viertelfinalserie 4:2 für sich. Mann des Abends war Duncan mit zwei Treffern. Im Semifinale treffen die Salzburger ab Dienstag auf die Vienna Capitals.

Der VSV erzwang indes ein Entscheidungsspiel gegen Titelverteidiger Linz. Die Villacher feierten einen klaren 6:1-(2:0,2:1,2:0)-Heimerfolg und bekommen damit am Sonntag die Chance, in die Vorschlussrunde gegen den Erzrivalen KAC einzuziehen.

Immer wieder Verlängerung

EISHOCKEY: ERSTE BANK LIGA / VIERTELFINALE: RED BU
APA11801748 - 08032013 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Andreas Kristler (Red Bull /li), Yorick Treille (Red Bull /Mitte) scheitert an T… © Bild: APA/KRUGFOTO
In Salzburg dauerte es fast eine halbe Stunde, bis die " Bullen" mit einem Doppelschlag erstmals für Feierstimmung unter den 3.200 Zuschauern sorgten. Das 1:0 gaben die Schiedsrichter erst nach Videostudium, weil zunächst nicht klar ersichtlich war, ob der Puck in Überzahl nach einem Duncan-Schuss (26.) über der Linie gewesen war. Nur eineinhalb Minuten später erhöhte Richmond mit einem Schlenzer ins Kreuzeck sehenswert auf 2:0.

Die Kroaten kamen aber noch vor Drittelende durch einen Powerplay-Abstauber von Brine (38.) zum Anschlusstreffer. Im Schlussabschnitt bestraften die Gäste das zu passive Spiel der Salzburger mit dem Ausgleich von Buck (51.) im Powerplay. Danach fiel in der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer mehr, womit es zum dritten Mal in dieser Serie in die Verlängerung ging. In dieser sorgte Duncan in der 63. Minute für die Entscheidung.

Klarer Sieg

In der mit 4.500 Fans ausverkauften Villacher Stadthalle verzeichneten die Gastgeber einen Auftakt nach Maß und ließen danach nicht mehr locker. Zunächst verwertete der wiedergenese Wiedergut nach einem Fehler der Linzer in der 3. Minute einen Abpraller zur Führung. Kurz vor Drittelende erhöhte Peintner (19.) ins Kreuzeck auf 2:0 und der Teamstürmer sorgte sechs Minuten nach Wiederbeginn direkt von der Strafbank kommend auch für den dritten VSV-Treffer.

Eishockey
EBEL. Eishockey Bundesliga. EC VSV gegen EHC LIWEST Linz. Marius Goehringer, Andreas Wiedergut (VSV). Villach, am 8.3.2013. Cop… © Bild: AGENTUR DIENER /Agentur Diener/ Kuess
Den auffallend nervös agierenden Linzern gelang durch Oberkofler nur 39 Sekunden später zwar das 1:3, dank eines "Volleytores" im ersten Powerplay von Hotham (31.) stellten die Kärntner den Dreitorevorsprung aber bald wieder her. Das 5:1 und damit die endgültige Entscheidung besorgte Topscorer Ryan (42.) zu Beginn des Schlussabschnittes aus einem Konter. In der Schlussphase legte Nageler (53.) noch ein weiteres Mal nach.

VSV-Doppeltorschütze Peintner durfte sich über einen klaren Sieg, den zweiten in Folge freuen. "Wir haben immer an uns geglaubt, wir waren in der Serie 1:3 hinten und sind trotzdem nicht auseinandergebrochen", meinte Peintner, der einen umkämpften Showdown erwartet.

Red Bull Salzburg - Medvescak Zagreb 3:2 n.V. (0:0,2:1,0:1 - 1:0)
Salzburg, 3.200, SR Berneker/Gebei

Tore: Duncan (26./PP, 63.), Richmond (27.) bzw. Brine (38./PP), Buck (51./PP)
Strafminuten: 12 bzw. 10

Endstand in der Serie: 4:2

VSV - EHC Liwest Black Wings Linz 6:1 (2:0,2:1,2:0)
Villach, 4.500 (ausverkauft), SR Falkner/Veit

Tore: Wiedergut (3.), Peintner (19., 27.), Hotham (31./PP), Ryan (42.), Nageler (53.) bzw. Oberkofler (27.) Strafminuten: 8 bzw. 10

Stand in der Serie: 3:3 - 7. Spiel am Sonntag (17.30) in Linz

Halbfinale (ab 12. März): Vienna Capitals - Salzburg, KAC - Linz/VSV

Capitals zeigen Respekt vor Salzburg

Im Viertelfinale konnten die Vienna Capitals den Salzburgern noch aus dem Weg gehen. Der Erstplatzierte aus dem Grunddurchgang suchte sich bei der erstmals durchgeführten Gegner-Wahl Znaim (7.) aus und stieg mit 4:1 an Siegen auf.

Die Salzburger schafften nach teilweise katastrophalen Leistungen im Grunddurchgang nur als Achter den Einzug ins Viertelfinale und trafen auf Zagreb. Freitag gewann Salzburg 3:2 nach Verlängerung und gewann letztendlich die Best-of-seven-Serie mit 4:2. Weil die Salzburger im Semifinale das im Grunddurchgang am schlechtesten platzierte Team sind, treffen sie auf die Nummer eins aus Wien.

Manchen Capitals-Fans wird ein kalter Schauer über den Rücken laufen. Dieses Semifinalduell gab es in den Jahren 2006, 2007, 2008, 2009 und 2011. Von diesen fünf Play-off-Serien konnten die Capitals keine einzige gewinnen, die Summe an Siegen und Niederlagen lautete 5:19 aus der Sicht der Caps.

2013 kann diese Geschichte aber vergessen werden. Die Capitals gehen nach den Leistungen in dieser Sasion dennoch als Favoriten in das Duell mit dem Budget-Krösus der Liga. Trainer Tommy Samuelsson sah die Salzburger am Freitag live und hat Respekt: „Salzburg ist eine sehr gute Mannschaft und die Spieler haben hohe Qualität. Wir dürfen ihnen keinen Freiraum lassen.“

Am Dienstag geht es mit dem ersten Spiel in Wien los.

Erstellt am 08.03.2013