RTL: Zwei Österreicher auf dem Podest

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Nur der Italiener Blardone verhindert in Alta Badia einen ÖSV-Doppelsieg durch Reichelt und Schörghofer.

I bin halt auch schon ein altes Mandl", meinte der erst 22-jährige Marcel Hirscher zur Riesenslalom-Halbzeit, auf einen plötzlich Rückenschmerz anspielend. Zu diesem Zeitpunkt führte – ident mit dem Rennausgang von Beaver Creek – Ted Ligety vor Hirscher, und kaum wer in Alta Badia dachte, dass sich daran viel ändern würde. Ein Irrtum.

Massimiliano Blardone, der den (von Trainer-Papa Kostelic ausgeflaggten) extrem drehenden Kurs als Sechstschnellster gemeistert hatte, verhalf Italien zum Heimsieg.

Obwohl das 14-jährige Warten auf einen österreichischen Riesenslalom-Sieg in Alta Badia erneut prolongiert wurde, durfte auch ÖSV-Alpindirektor Hans Pum jubeln. Schließlich demonstrierte das Austria-Ski-Team mit den Rängen 2 (Hannes Reichelt), 3 (Philipp Schörghofer) und 4 (Hirscher) beeindruckende mannschaftliche Stärke, obwohl der langjährigen Leaderfigur Benjamin Raich zehn Monate nach der Kreuzband-Operation noch die letzte Risikobereitschaft fehlt – Endrang 14.

Allrounder Reichelt

Allrounder Nummer 1 im ÖSV ist im Moment Hannes Reichelt, 31. Nach seinem dritten Abfahrtsrang in Lake Louise raste der Radstädter am Sonntag auch im Riesenslalom aufs Podest, "obwohl der Super-G meine stärkste Disziplin ist". Dem ähnlich vielseitigen Romed Baumann schlitzte eine ausschwingende Torstange den Sturzhelm auf.



Erstellt am 19.12.2011