In und um Pyeongchang wird sehr schnell und sehr effizient gebaut.

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Olympia
02/08/2016

ÖOC stellt schon Weichen für Pyeongchang 2018

Generalsekretär Mennel ist auf der Suche nach Zusatzquartieren und einem Standort für das Österreich-Haus.

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel hat eine kurze Reise nach Südkorea genützt, um sich auf den neuesten Stand zu bringen, was die Sportstätten für Olympia 2018 in Pyeongchang betrifft und wie es mit zusätzlichen Quartieren abseits des Olympischen Dorfes aussieht. Außerdem war er auf der Suche nach einem Standort für das Österreich-Haus und schnallte auch die Ski an.

"Ich habe mir die Abfahrt selbst angeschaut, ich bin natürlich nur gerutscht und nicht im Rennspeed gefahren. Mir gefällt sie sehr gut, und es wird ja noch Adaptierungen geben, sie soll noch schneller werden. Ich kann den Koreanern nur gratulieren, dass sie so was auf die Beine gestellt haben. Gut organisiert, freundliche Leute, ich habe bisher nichts Mangelhaftes gesehen", sagte Mennel in Jeongseon zur APA.

Druck vom IOC auf die Bauherren

Der Sportstättenbau schreitet voran. Nach anfänglichen Verzögerungen wegen interner Differenzen in der Organisation habe man zwei sehr erfahrene Manager aus der Privatwirtschaft geholt, berichtete Mennel. Und zwar den Chef von "Korean Air" und jenen von der Firma "Lotte". "Die hat man in der Organisation eingesetzt, das hat sich sehr bezahlt gemacht. Unwahrscheinlich, wie viel in sehr kurzer Zeit auf die Beine gestellt wurde. Offensichtlich war der Druck vom IOC doch so stark, dass sie sich auf die Socken gemacht haben und die Dinge in die richtige Richtung vorangetrieben haben."

Die Koreaner würden sehr schnell und sehr effizient bauen, habe er festgestellt. Im Bereich der Schneebewerbe in Alpensia und Yongpyong gäbe es 11.000 Betten, es sei Potenzial da. Und er wisse von einem Hotel, das noch gebaut werden soll. "Ich habe geschaut, wo wir noch zusätzliche Zimmer bekommen. Wir brauchen sehr viele Serviceleute und technische Mitarbeiter, die die Athleten unterstützen und die im Olympischen Dorf keinen Platz haben. Da gibt es einen großen Tross, den man bettenmäßig versorgen muss."

Eine ebenso große Herausforderung werde auch die logistische Abwicklung werden, denn der Transportweg ist groß. Das Österreichische Olympische Komitee werde mit einer Fluglinie verhandeln, da die Austrian Airlines Seoul nicht direkt anfliegen. Mennel nannte die Korean Air.

Suche nach einem "unübersehbaren" Standort

Das Österreich-Haus soll wieder "so am Weg liegen, dass es keiner übersieht", wünscht sich Mennel. "Ich hoffe, dass wir wieder einen guten Standort finden. Wir haben uns ein paar sogenannte Locations oder Möglichkeiten angeschaut, wo man was hinstellen kann. Viele gibt es nicht. Aber das muss man mehrmals anschauen und die Vorteile und Nachteile abwägen." Es soll auf jedem Fall natürlich im Mountain Cluster stehen, irgendwo bei Alpensia, Yongpyong oder im Bereich der Skisprungschanze in Ort Pyeongchang.

Es werde auch davon abhängen, ob wie 2014 in Sotschi der ORF wieder zum ÖOC ins Haus kommen und dort ein Studio machen werde. "Dann braucht man wieder ein schönes Hintergrundbild. Es sind verschiedene Themen. Man muss das auf sich wirken lassen, damit man ein Gefühl entwickelt, wo man das am besten hinbaut."

Das Konzept des Österreich-Haus sieht vor, dass es wie zuletzt schon praktiziert auch einen öffentlichen Bereich gibt. Mennel glaubt daran, Koreaner in die Alpenrepublik locken zu können. "Es gibt sehr viele begeisterte Koreaner, die gerne Skifahren, ich bin mir sicher, dass sie auch nach Österreich auf Urlaub kommen. Man sieht, dass die Lift- und Skianlagen sehr genutzt werden. Ich hatte eine langes Gespräch mit dem Geschäftsführer von Yongpyong, der sieht hier ein großes Potenzial."

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