Nächste Absage: Olympia-Slalom der Damen vertagt

Sinnlos: Wieder war der Wind der Spielverderber © Bild: APA/AFP/FABRICE COFFRINI

Immer noch kein Auftakt für die Damen in PyeongChang: Der Slalom wurde wegen Sturms abgesagt.

Die Alpin-Damen hätten am Mittwoch endlich in ihre Winterspiele starten sollen, doch starker bis stürmischer Wind machte den olympischen Slalom zum Rennen der Unmöglichkeit. Um 11.15 Uhr Ortszeit (3.15 Uhr MEZ) hatten die Verantwortlichen ein Einsehen und gaben auf. Laut den diversen Wettermodellen sollte der stürmische Geselle erst nach 18 Uhr Ruhe geben. Da es kein Flutlicht in Yongpyong gibt, war die Absage unumgänglich.


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Damit geht es nun am Donnerstag mit dem Riesenslalom los (2 Uhr bzw. 5.45 Uhr), dies dann bei endlich guten Bedingungen. Der Slalom soll am Freitag folgen. Damit werden die nächsten beiden Tage ein volles Alpin-Programm beinhalten: Damen-Riesenslalom und Herren-Abfahrt am Donnerstag, Damen-Slalom und Herren-Super-G am Freitag.

"Ausreichend" Zeit

IOC Sprecher Mark Adams war nach der neuerlichen Verschiebung sofort mit einem beruhigenden Kommentar zur Stelle. Es sei noch immer "ausreichend" Zeit, um alle Alpinski-Events durchzuführen, sagte der Brite. "Wenn der Wind ab nun 15 Tage weiterbläst, könnte es ein Problem werden. Aber derzeit ist alles okay", sagte Adams. "Der Ski-Weltverband ist an Störungen durch Wind und Wetter gewöhnt."

OLYMPISCHE WINTERSPIELE PYEONGCHANG 2018: SKI ALPI
ABD0001_20180214 - YONGPYONG - SÜDKOREA: Der Damen-Slalom im Alpine Centre in Yongpyong wurde am Mittwoch, 14. Februar 2018, weg… © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT

Bei den Damen beginnt das Rennprogramm jedenfalls nun doch wie ursprünglich vorgesehen mit dem Riesentorlauf. Dieser war schon am Montag aus dem gleichen Grund abgesagt und auf Donnerstag verschoben worden.

Angesichts der Vorhersagen und weiteren Prognosen mit bis zu 100 km/h Wind kam es etwas überraschend, dass der Damenslalom nicht gleich in der Früh abgesagt wurde. "Es hat schon Minuten oder Stunden gegeben, wo es nicht super schlecht war. Es war in der Früh einigermaßen zum Darandenken, dass man fahren könnte", verteidigte FIS-Renndirektor Atle Skaardal die Entscheidung, Rennläuferinnen und Zuschauer auf den Berg zu holen, im ORF.

Ab jetzt stehen die Chancen auf eine Durchführung der Rennen aber gut. Denn der Wind soll sich ab nun deutlich abschwächen, das wusste man aber ohnehin seit Tagen.

40 Minuten Lift gefahren

Stephanie Brunner nutzte die Situation am Mittwoch zum Training neben dem Rennhang. "Ich bin 40 Minuten Lift gefahren, ohne ein Rennen zu erleben. Aber ich glaube, es war die richtige Entscheidung, bei Olympia soll es schon ein faires Rennen geben", sagte die Tirolerin. "Jetzt habe ich zwei Läufe mehr im Slalom trainiert, das ist okay."

Dass der zum "Eincruisen" gedachte Slalom ausgefallen ist, war der Riesentorlauf-Spezialistin Brunner letztlich egal. "Der Riesen wäre ja sowieso zuerst gewesen, es macht also keinen Unterschied. Ich hoffe jetzt auf gutes Wetter."

Das sah auch Katharina Gallhuber so. "Ein Trainingstag mehr ist immer gut", meinte die Slalom-Spezialistin. "Die Bedingungen sind doch anders als bei uns daheim."

Bernadette Schild hatte sich die Wind-Situation am Berg genauer angesehen. "Wir haben genau in dem Fenster besichtigt, als der Wind etwas weniger war. Aber bei der letzten Sesselliftfahrt war klar, dass er wieder stärker ist."

Den Versuch sei es aber wert gewesen, meinte auch Schild. "Der Wetterbericht muss ja nicht stimmen. Leider hat er sich dann doch als wahr herausgestellt", sagte die Salzburgerin. Ihr Wunsch: "Wir wollen jetzt gerne endlich ein Rennen fahren. Die Warterei macht ein bisschen müde."

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( Agenturen , kurier.at , kai , best ) Erstellt am 14.02.2018