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23.02.2018

Ski Crosser auch bei Damen ohne Medaille

Limbacher und Ofner schieden schon im Viertelfinale out.

Österreichs Ski Crosser müssen die Heimreise von Olympia ohne Medaille antreten. Nach den vier Herren gingen am Freitag auch Katrin Ofner und Andrea Limbacher leer aus. Beide Österreicherinnen scheiterten nach nächtlichem Schneefall im Viertelfinale, Limbacher überstand einen Sturz unverletzt. Obwohl Sotschi-Siegerin Marielle Thompson in Runde eins ausschied, gab es einen kanadischen Doppelsieg.

Kelsey Serwa gewann das große Finale vor Landsfrau Brittany Phelan, Thompson hatte aber vergangenen Oktober einen Kreuzbandriss erlitten und war mit einer Wild Card angetreten. Nach dem Sieg von Brady Leman bei den Herren gingen damit beide Goldene im Ski Cross nach Kanada.

Bronze und damit die zweite Cross-Medaille ging durch Fanny Smith an die Schweiz. Die schwedische Weltmeisterin und Topfavoritin Sandra Näslund blieb im Finale vor den Augen ihres Königs Carl Gustaf als Vierte hingegen medaillenlos.

"Arg zu sehen, dass Fanny eine Medaille holt", machte Ofner deutlich, was an diesem Tag möglich gewesen wäre. "Ich bin mit ihr zwei Tage Heats gefahren und hab sie hergebrannt. Das tut jetzt schon ein bissl weh", sagte die Steirerin.


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Ausrutscher

Der Kurs im Bokwang Snow Park präsentierte sich wegen des Neuschnees deutlich langsamer als an den Trainingstagen. Trotzdem lieferten Limbacher und Ofner in Runde eins starke Leistungen ab und stiegen problemlos auf. Im Viertelfinale wurde Ofner aber trotz eines Blitzstarts auf der Geraden überholt und nur Dritte. Limbacher kam bei einer Linkskurve auf den Innenski, rutschte aus und wurde über den nächsten Sprung geschleudert.

"Ich weiß nicht, was da passiert ist. Plötzlich bin ich gelegen und habe gewusst, der Traum ist geplatzt", sagte Limbacher enttäuscht. "Es ist bitter, wenn man sich so lange auf etwas vorbereitet hat. Ich habe ein großes Ziel, das mich seit langem getrieben hat, nicht erreicht", zeigte sich die Weltmeisterin von 2015, die schon mehrere Kreuzbandrisse hinter sich hat, betrübt.

Das Positive sei, so Limbacher, dass sie dank Olympia an beiden Knien viel weitergebracht hätte. "Ich fühle mich seit langem wieder sehr fit. Ich habe gewusst, dass ich's drauf habe. Ich habe aber die Leistung nicht gebracht, die es für eine Medaille gebraucht hätte", gab sich die 28-jährige Oberösterreicherin selbstkritisch.

Weiter heiß

Auch Ofner rätselte zunächst. "Die Ski sind am Start richtig gut gerutscht. Aber dann gab es einige Flecken, wo es mich richtig hergestoppt hat", berichtete die 27-jährige Steirerin. Auf die Ski wollte sie sich auf keinen Fall ausreden. "Man hat drei Tage für uns getestet." Zwar bei ganz anderen Bedingungen, dennoch habe man am Renntag gutes Material gehabt. Plus: "Die neuen Verhältnisse haben mir eigentlich getaugt. Ich bin eine, die sich schnell einstellt."

So groß die Enttäuschung nun natürlich sei: "Die Sonne geht morgen auch wieder auf", sagte Ofner, die sich spontan vornahm, 2022 auch noch dabei zu sein. "Ich bin so richtig heiß aufs Ski Cross fahren weil ich sehe, dass ich voll dabei bin. Ich habe noch dieses Feuer in mir und ich weiß, dass ich extrem schnell sein kann. Leider ist das heute hier nicht aufgegangen."