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21.02.2018

Björgen nun erfolgreichste Olympia-Medaillensammlerin

Die 37-Jährige holt im Teamsprint Bronze, damit hält sie bei bereits 14 Medaillen. Bei den Herren gewinnt ihr norwegischer Landsmann Kläbö sein drittes Gold.

Norwegens Langlauf-Superstar Marit Björgen hat vorerst ihr achtes Olympia-Gold verpasst und bleibt im Ranking der erfolgreichsten Wintersportler auf Platz drei. Die 37-jährige Norskerin landete gemeinsam mit Maiken Caspersen Falla aber auf dem dritten Rang und hat damit schon 14 Olympia-Medaillen (7/4/3) gewonnen. Von der Anzahl her ist Björgen damit die Nummer eins.

Den Sieg sicherten sich überraschend die Weltmeisterinnen von 2013. Die US-Amerikanerinnen Kikkan Randall und Jessica Diggins holten das erste Langlauf-Gold für die USA überhaupt. Es war insgesamt erst die zweite Langlauf-Olympia-Medaille für die USA, seit Bill Koch 1976 in Innsbruck Silber geholt hatte. Silber am Mittwoch ging an die Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson mit Silber.

"Das fühlt sich unwirklich an, ich kann nicht glauben, dass das gerade passiert ist. Aber wir haben uns schon die gesamten Spiele gut gefühlt", staunte Diggins. Dass es im Team-Bewerb passiert sei, bedeute ihr so viel mehr, als wenn es in einem Einzelrennen geschehen wäre.

Björgen war nach ihrer 14. Medaille fast selbst perplex. "Es ist schwierig, das zu verstehen. Wenn du immer noch Athletin bist, konzentrierst du dich immer auf die Rennen", meinte die Norskerin. "Ich brauche wohl etwas Zeit, um zurückzublicken und mich zu fragen, wie ich das schaffen konnte."

Kläbö zog mit Fourcade gleich

Bei den Herren ging Gold hingegen an Norwegen: Martin Johnsrud Sundby/Johannes Hösflot Kläbo siegten 1,71 Sekunden vor den unter neutraler Flagge angetretenen Russen Denis Spizow/Alexander Bolschunow. Bronze holten die Franzosen Maurice Manificat/Richard Jouve (2,02). Damit hat Kläbö nach dem Sprint und der Staffel sein drittes Gold in Südkorea eingefahren und mit Frankreichs Biathlon-Star Martin Fourcade gleichgezogen. Am Donnerstag könnte Marcel Hirscher im Slalom mit seinem dritten Gold in diese Riege vorstoßen.

Kläbö hat jedenfalls alle Möglichkeiten, in Zukunft noch einiges an Lorbeeren dazuzuholen: Schon jetzt zählt er zu den jüngsten Top-Athleten, die so früh schon so viel gewonnen haben. Vor ihrem 22. Geburtstag haben nur US-Eisschnellläufer Eric Heiden (5 Gold), Österreichs Alpin-Legende Toni Sailer (3) und Koreas Short-Track-Star Victor An (3) zumindest ebenso viele Olympiasiege gefeiert.

Österreichs zwei Sprint-Teams sind schon im Halbfinale ausgeschieden und am Ziel Finale der Top Ten gescheitert. Lisa Unterweger/Teresa Stadlober belegten Rang 14, Bernhard Tritscher/Dominik Baldauf wurden 16.