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24.02.2018

Entscheidung über Causa Russland erst am Sonntag

Am Sonntag wird entschieden, ob Russland bei der Abschlussfeier seine Flagge verwenden darf - zwei Doping-Fälle sprechen dagegen.

Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat die Beratungen über das mögliche Ende der Sanktionen gegen Russland nach dreieinhalb Stunden vertagt. Das Gremium unter Leitung von IOC-Präsident Thomas Bach will die Gespräche am Sonntag (ab 0.00 Uhr MEZ) fortsetzen. Die IOC-Session startet eine Stunde später.

Womöglich wird auf der IOC-Session sogar über die Russland-Frage abgestimmt. Eigentlich reicht ein Beschluss des Exekutivkomitees, doch wahrscheinlich holt es sich wegen der Bedeutung des Falls noch die Rückendeckung der Vollversammlung. Ursprünglich war die Exekutivsitzung nur für zwei Stunden anberaumt.

Im Zuge des riesigen Dopingskandals bei den Winterspielen 2014 in Sotschi war das Nationale Olympische Komitee Russlands gesperrt worden. Russische Sportler durften bei den Winterspielen nur auf Einladung des IOC und unter neutraler Flagge und Hymne antreten. Das IOC hatte ein Ende des Banns in Aussicht gestellt. Da es aber zwei russische Dopingfälle in Pyeongchang gegeben hat, sprachen sich mehrere Funktionäre wie ÖOC-Chef Karl Stoss gegen ein Ende der Sanktionen aus.