Österreichs erster Schritt zur Rückkehr

Erleichtert: Michael Schiechl trug sich gegen Polen auch in die Schützenliste ein © Bild: APA/EPA/Andrzej Grygiel

Die Leistung des jungen Teams beim Turnier in Polen macht Hoffnung auf eine positive Zukunft.

Ein Sieg nach Verlängerung gegen Südkorea (2:1), eine Niederlage gegen Slowenien (1:5) und ein Sieg gegen Polen (4:2) – die Bilanz des jungen Nationalteams bei der Euro Ice Hockey Challenge in Kattowitz ist positiv.

23 Jahre betrug der Altersschnitt des bisher jüngsten Nationalteams. Das sind mehr als fünf Jahre weniger als noch bei der A-WM vor zwei Jahren in Helsinki.

"Wir haben uns in jeder Partie gesteigert", sagt Stürmer Michael Schiechl, mit 26 Jahren einer der Ältesten des Teams. Die schlechteste Leistung war jene beim 2:1 gegen Südkorea. "Gegen Slowenien haben wir zwei Drittel gut mitgehalten, aber die Tore nicht gemacht." Gegen Polen lief das Spiel über weite Strecken wie von Trainer Daniel Ratushny gewünscht. Schiechl erklärt: "Das System ist eh ganz einfach. Wir wollen einfach immer viel Druck auf den Gegner ausüben." Egal, ob mit oder ohne Puck.

Hexenjagd

Für Schiechl endete das Turnier mit seinem Empty-Net-Treffer zum 4:2 gegen die Polen. "Vielleicht habe ich damit die Hexe am Schläger verjagt. Ich habe ja einige Chancen gehabt", sagt der Stürmer, der bei den Vienna Capitals in dieser Saison noch ohne Torerfolg ist. Bei seinem Klub steigen die Teamspieler am Dienstag ins Training ein, am Freitag geht die Meisterschaft mit dem Schlager in Linz weiter.

Für Österreichs Trainerteam war das Turnier aufschlussreich. Besonders Manuel Ganahl (zwei Tore, drei Assists), Marco Brucker und Alexander Cijan haben sich für höhere Aufgaben empfohlen. Zum Beispiel für die B-WM ab 23. April, die wieder in Kattowitz statt findet. Dann aber in die 11.500 Zuschauer fassende Spodek-Arena, in der 2014 die Volleyball-WM gespielt wurde.

Nachwuchs im Fokus

In Wien beginnt in diesen Tagen die intensive Vorbereitungsphase für die Unter-20-B-WM (13. bis 19. Dezember). Damit die Halle gut besucht sein wird, gibt es Kooperationen mit anderen Sportverbänden und Schulen. Vollpreis-Tickets für alle fünf Turniertage kosten 40 Euro.

( kurier.at ) Erstellt am 09.11.2015