NHL: Buffalo im freien Fall

Das Team von Thomas Vanek hat das Siegen verlernt und stürzt in der Eastern Conference immer tiefer ab.

Es ist derzeit fast ein wenig zynisch, dass ein Wahrzeichen von Buffalo die Niagarafälle sind. Bekannt ist die Stadt am Eriesee auch für ihr Eishockey-Team. Doch die Buffalo Sabres sind diesen Tagen ebenfalls dafür bekannt, dass sie sich im freien Fall befinden.

Am Samstag verlor das Team von Thomas Vanek in St. Louis 2:4 und somit die zwölfte Auswärtspartie in Folge. Von den letzten zehn Spielen konnten gar nur zwei gewonnen werden.

Damit entfernt sich das als Mitfavorit der Eastern Conference gestartete Team immer weiter von den acht Play-off-Plätzen. Mit 43 Zählern aus 48 Partien liegen die Sabres punktegleich vor Schlusslicht Carolina auf dem 15. Tabellenrang. Sogar die Islanders mit Michael Grabner stehen mit 44 Punkten aus 46 Partien schon besser da.

Auch Thomas Vanek, der in den ersten Runden der Saison die Scorerwertung angeführt hatte, kommt kaum in Schwung. Nach dem 2:4 in St. Louis, wo er bei drei Gegentoren auf dem Eis gestanden war, fand der Steirer klare Worte: "Ich war vor dem Tor nicht gut genug. Ich muss klüger und besser spielen." Auch seine Strafe vor dem dritten Tor war bei den Interviews Thema: "Das war dumm."

Nach dem 2:4 haben die Sabres auf der aktuellen Auswärtsreise in fünf Partien keinen Punkt geholt. Vanek sagt konsterniert: "Wir hätten uns das nicht gedacht. Das zipft mich an." Der 28-jährige Stürmer betont auch gebetsmühlenartig, dass die Spieler jetzt weiter hart arbeiten werden. Er selbst aber noch mehr: "Ich muss mich jetzt um mein Spiel kümmern. Das läuft derzeit nicht so, wie es sein sollte."

Am Dienstag gastieren die Sabres in New Jersey, dann haben sie eine Woche Pause und werden diese für Sonderschichten im Training auch brauchen.

Grabner siegt

Bei den New York Islanders, die zu Saisonbeginn Schlusslicht waren, läuft es mittlerweile viel besser. Von den vergangenen zehn Spielen wurden sechs gewonnen, mit drei Siegen in Folge nähert sich das Team von Michael Grabner dem Mittelfeld der Eastern Conference an. Im Österreicher-Duell mit Andreas Nödl und den Carolina Hurricanes gewannen die Islanders am Samstag 2:1 nach Verlängerung.



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( Kurier ) Erstellt am 22.01.2012