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28.02.2017

Nach 103:55 Minuten siegten die Capitals in Innsbruck

In der zweitlängsten Partie der Play-off-Geschichte erlöste Taylor Vause die Wiener.

Es wurde spät in Innsbruck. Sehr spät. Erst um 0:12 Uhr feierten die Vienna Capitals durch ein Tor von Taylor Vause in der dritten (!) Verlängerung einen 4:3-Erfolg. Damit steht es in der Best-of-seven-Serie 2:0, am Freitag geht es in Wien weiter. Mitverantwortlich für die Verzögerung waren auch die Innsbrucker Eismeister. Denn nach einem Check von Pedevilla an Rotter in der 6. (!) Spielsekunde brauchten die Innsbrucker 49 Minuten, bis das kaputte Bandenglas repariert war. Die Mannschaften mussten wieder in die Kabinen und danach erneut aufwärmen.

Den Durchblick hatten danach die Wiener mit vier Torschüsse innerhalb von 15 Sekunden und der 1:0-Führung durch einen Powerplay-Treffer von Tessier (5.). Doch dann machten sich die Capitals mit Fehlern das Leben in Innsbruck selbst schwer. Erst vertändelte Brocklehurst einen Puck hinter der Bande, Clark nutzte den scharfen Querpass von Smith zum 1:1 (9.). Und als die Wiener erneut in Überzahl spielten, verloren sie den Puck im eigenen Drittel, Mario Lamoureux traf aus sehr spitzem Winkel ins Wiener Tor seines Bruders Jean-Philippe (11.). Der Goalie war auch beim 1:3 beteiligt, weil er in Unterzahl die Referees kritisierte und seine Mannschaft deshalb in eine doppelte Unterzahl kam. Wieder war es Mario, der davon profitierte (16.).

Danach folgte der große Auftritt von Caps-Topscorer Holzapfel, der jeweils im Powerplay zum 2:3 (25.) und zum 3:3 traf (49.).

Doch Tore wollten danach keine mehr gelingen. Weder im dritten Drittel, noch in der ersten Verlängerung und auch nicht in der zweiten Verlängerung. Erst Taylor Vause mit einem SChuss aus mittlerer Distanz konnte HCI-Goalie Chiodo bezwingen (104.).

Mit 103:44 Minuten war dies das zweitlängste Spiel in der EBEL-Play-off-Geschichte. Nur Villach gegen Salzburg dauerte mit 111:39 Minuten noch länger (1:2 am 13 März 2015)

KAC führt 2:0

Der KAC feierte in Znaim nach einem frühen 0:1-Rückstand einen 3:2-Erfolg und führt in der Serie bereits 2:0. Hundertpfund, der im Grunddurchgang nur vier Tore erzielt hatte, traf zwei Mal. Ausgeglichen hat der HC Bozen mit einem 3:1-Heimsieg gegen Linz. Graz empfängt Meister Salzburg erst am Mittwoch (19.45 Uhr, Sky).