Sport | Wintersport
24.11.2017

Missbrauchsvorwürfe: ÖSV stellt Werdenigg Ultimatum

Nicola Werdenigg wird vom Skiverband "eingeladen" Namen zu nennen, um die Causa aufklären zu können. Tut sie dies nicht, wird der Anwalt eingeschaltet.

In der Causa um die Missbrauchsvorwürfe der ehemaligen Skirennläuferin Nicola Werdenigg hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck nun ein Ermittlungsverfahren gegen "unbekannte Täter" eingeleitet. In dem nun eingeleiteten Ermittlungsverfahren gehe es zwar insbesondere um die von Werdenigg (geborene Spieß) angesprochenen Vorfälle, die sich angeblich im Jahr 2005 ereignet haben sollen, aber auch alle anderen von der ehemaligen Skirennläuferin öffentlich gemachten Vorwürfe sollen überprüft werden. Die Staatsanwaltschaft hat nun das Landeskriminalamt mit den Ermittlungen beauftragt.

Seitens des ÖSV hatte es geheißen, die Aussagen von Werdenigg sehr ernst zu nehmen. Die 2005 zuständigen sportlichen Verantwortlichen Herbert Mandl und Hans Pum seien zu den erhobenen Vorwürfen befragt worden. Beiden sei jedoch kein Vorfall bekannt. Der ÖSV hatte die ehemalige Skirennläuferin ersucht, Details bekannt zu geben und Namen zu nennen. Diese hatte jedoch bereits im ZiB 2-Interview angekündigt, keine Namen bekannt zu geben.

Juristisches Nachspiel?

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hatte indes gegenüber der Tiroler Tageszeitung bereits ein juristisches Nachspiel wegen übler Nachrede in Betracht gezogen. Denn sollte sich das nicht bestätigen, was Werdenigg sagt, könne man das als Verband nicht auf sich sitzen lassen, so Schröcksnadel. Wie die Presse zudem berichtete, soll Werdenigg vom ÖSV nun einen eingeschriebenen Brief und eine Email erhalten. Mit der Bitte, bei der Aufklärung mitzuhelfen und Namen zu nennen, um den Generalverdacht auszuräumen. Dabei wurde ihr eine Frist bis zum 30. November eingeräumt. Läuft diese ab, erhält Werdenigg erneut Post. Dann aber, so die Presse, vom Anwalt des ÖSV.