Marlies Schild hofft auf Revanche

Im vergangenen Jahr lamm die Slalom-Königin in Lake Louise nur bis zum ersten Tor.

Es gibt weniger beliebte Schauplätze im Damen-Weltcup als Aspen in Colorado. Die mondäne 6000-Einwohner-Kleinstadt ist nicht nur Zweitwohnsitz so illustrer Personen wie Cher, Kevin Costner und Charlie Sheen, sondern sie steht auch bei den Läuferinnen hoch im Kurs.

Wegen der keineswegs alltäglichen Möglichkeiten zum Shopping bei den einen, wegen des ungewöhnlichen Flairs bei den anderen. Und bei Marlies Schild wegen der Gelegenheit zur Revanche.

Im vergangenen Jahr beendete die Vorzeige-Slalom-Akrobatin den Torlauf an der ersten Stange mit einem Bauchfleck, am Sonntag (1. Durchgang 18.15 MEZ, live ORFeins ) will die Miss Slalom zeigen, dass es auch ganz anders geht.

Bereits am Samstag wird zur gleichen Zeit ein Riesenslalom auf der Piste mit 2490 Metern Zielhöhe veranstaltet, dann wird Lokalmatadorin Lindsey Vonn versuchen, ihren überraschenden Söldener Debütsieg in dieser Disziplin zu bestätigen.

Schneesorgen in Val d'Isère

Die Veranstalter der ersten Europa-Rennen, die nicht auf einem Gletscher stattfinden, können sie schon nicht mehr sehen, die Sonne, die vom blauen Himmel scheint. Im französischen Val d'Isère wird zwar jede Nacht beschneit, was das Zeug hält, und für die Herren-Rennen (Riesenslalom und Slalom am WM-Hang Face de Bellevarde) schaut es auch gar nicht schlecht aus - doch was den Savoyarden Sorgen macht, ist der ambitionierte Plan, am 10. und 11. Dezember auch zwei Damen-Rennen abzuhalten.

Schon wurde der ursprüngliche Plan gekippt, die Damen wie bei der Weltmeisterschaft 2009 von der Solaise Super-G und Superkombi fahren zu lassen, stattdessen werden nun alle Kräfte an der klassischen Piste Oreiller-Killy gebündelt. Doch auch dort fehlt der Naturschnee, um die Sturzräume zu sichern.

Die Schneekontrolle des Internationalen Skiverbandes findet Anfang kommender Woche statt. Doch Naturschnee ist erst im Dezember in Sicht.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011