Sport | Wintersport
16.03.2018

Nicola Werdenigg stellte ihr Buch vor

Machtmissbrauch, Übergriffe und sexuelle Gewalt - darum geht es in "Ski Macht Sport".

Eigentlich war es wenig verwunderlich, wie hoch sich die Wogen türmten, als Nicola Werdenigg die persönlichen Erlebnisse in ihrer aktiven Skikarriere zur öffentlichen Diskussion stellte. Dunkle Seiten in Österreichs wohl erfolgreichster Sportgeschichte wurden beschrieben, Schatten fielen auf das ewige Heldentum. Am Donnerstag präsentierte Werdenigg im Presseclub Concordia das als "Streitschrift" (Leykam-Verlag) interpretierte Buch Ski Macht Sport. Eine jahrzehntelang vermiedene, weil unpopuläre Aufarbeitung von Verflechtungen mit Politik und Medien, Machtmissbrauch, Erniedrigung, Übergriffen und sexualisierter Gewalt.

Sie selbst habe nicht erwartet, dass ein "dermaßen großer Wirbel losgetreten wird", gestand Werdenigg. Dass ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel einen Expertenbeirat ins Leben gerufen hat, findet die Ex-Skiläuferin positiv, allerdings bleibt sie bei ihrer Meinung, dass solche Kommissionen "von außen kommen müssen". Werdenigg hat eine Plattform (#WeTogether) für Opfer sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Sport ins Leben gerufen. Der Erlös des Buches solle jedenfalls "der Sache dienlich" sein.