Sport | Wintersport
05.12.2011

Langlauf: Landertinger nur 42.

Der Biathlet war mit seinem Ausflug zu den Spezialisten dennoch zufrieden: "Ein guter 'Durchputzer'"

Biathlet Dominik Landertinger hat bei seinem Debüt im Skilanglauf-Weltcup die Stärke der Spezialisten akzeptieren müssen. Selbst noch nicht in Topform, kam der 23-jährige Tiroler im 10-km-Skatingrennen am Samstag in Kuusamo nicht über den 42. Rang, 1:28,2 Minuten hinter Sieger Petter Northug, hinaus und verpasste den angepeilten Platz in den Punkterängen um 15,5 Sekunden.

Katerina Smutna hat im Skating-Stil weiterhin Rückstand (44. Rang), liegt aber in der Gesamtwertung des "Ruka Triple" vor der Schlussetappe (10 km klassisch) als Elfte gut im Rennen.

Die Norwegerin Marit Björgen entschied auch das dritte Saisonrennen für sich, sie distanzierte über 5 km Skating die zweitplatzierte Schwedin Charlotte Kalla um 11,6 Sekunden. Smutna wurde mit 1:06 Minuten Rückstand 44. "Das Resultat ist nicht wichtig, sondern der Rückstand, und der war nicht so groß", sagte die 28-Jährige. Am Sonntag läuft die Sprint-Siebente wieder in der bevorzugten klassischen Technik und hat gute Chancen, den erhofften Top-20-Platz und damit weitere Punkte zu holen.

Erster Saisonsieg für Northug

Der dreifache Weltmeister Northug kam zu seinem ersten Saisonerfolg und übernahm das Gelbe Trikot. Er gewann 23,8 Sekunden vor dem Italiener Roland Clara, der beim Auftakt hinter Northug Dritter gewesen war. Der Schweizer Dario Cologna erreichte mit Rang vier sein bisher bestes Saisonresultat.

Landertinger sprach von einem "zähen Rennen". Er habe sich läuferisch nicht optimal gefühlt und sei am Schluss im langen Anstieg etwas eingebrochen, sagte der Hochfilzener, der als einer der besten Läufer unter den Biathleten gilt. Die Langlauf-Platzierungen seiner norwegischen Kollegen Berger, Svendsen und Bö eine Woche zuvor erreichte er vorerst nicht. "Für einen Top 15-Rang braucht man absolute Topform", erklärte der Massenstart-Weltmeister von 2009, der ab Mittwoch bei "seinem" Weltcup-Auftakt in Östersund wieder mit Gewehr unterwegs ist.

"Reinschnuppern"

Seine Bilanz des Antretens in Kuusamo fiel dennoch positiv aus. "Für das erste Reinschnuppern hat es gepasst, außerdem war es ein guter 'Durchputzer' vor dem Biathlon-Start. Aber wenn man nicht top in Form ist, läuft man hinterher", erklärte Landertinger und kündigte schon seine Rückkehr an, wenn auch nicht in dieser Saison. "Es war aber sicher nicht das letzte Mal, dass ich im Langlauf-Weltcup gestartet bin."