Sport | Wintersport
12.01.2012

Kulm: Ziel sind Flüge über 200 Meter

Trotz der enormen Neuschneemengen ist die Schanze bestens präpariert für das Skifliegen am Wochenende.

Die Anstrengungen des Teams um OK-Chef Hubert Neuper haben sich bezahlt gemacht, die Riesenschanze am Kulm bei Bad Mitterndorf/Tauplitz ist trotz der enormen Schneefälle bestens präpariert für die Flugshow am Wochenende.

Beim "Einfliegen" durch Vorspringer am Donnerstag erreichte der Slowene Matic Kramarsic die 200-m-Marke, Björn Koch landete bei 197 Metern. "Die Schanze ist super beisammen", berichtete Andreas Goldberger, der am Kulm 1996 Weltmeister geworden war, und bei Flügen mit der ORF-Helmkamera an die 180-m-Marke viel Mut bewies.

Der Kulm ist erstmals seit der Einführung des neuen Reglements mit Einbeziehung des Windes und der Anlauflänge Weltcup-Schauplatz, auch das weiterentwickelte Bindungssystem sorgt für eine neue Situation.

Dank der Stab-Bindung ist eine günstigere Skiführung möglich, weitere Flüge sind die Folge. Darauf mussten die Veranstalter reagieren und die Möglichkeit für einen kürzeren Anlauf schaffen. "Beim Fliegen wirkt sich die neue Bindung stark aus, daher wurden am Kulm beim Anlauf sieben tiefere Luken gebaut", sagte Rennleiter Harald Haim.

Schlierenzauer ging`s zu weit

Die Hillsize der größten Naturschanze beträgt 200 Meter, die Besten sollten Weiten etwas über diesem Bereich erreichen. "Es ist das Ziel, dass der Sieger über 200 m weit springt", erklärte Haim, der mit den FIS-Renndirektoren die Jury bildet.

Der Steirer ist sich der Gratwanderung zwischen Spektakel und Sicherheit bewusst. "Die Sicherheit der Athleten ist das wichtigste, und als Vertreter des Veranstalters will man natürlich, dass den Fans etwas geboten wird."

Gregor Schlierenzauer, der mit den übrigen ÖSV-Assen am Donnerstagabend anreiste und am Freitag das offizielle Training absolviert, hat Anfang Jänner 2009 den Schanzenrekord auf dem Kulm auf 215,5 Meter verbessert.

Danach hat Schlierenzauer deutlich gemacht, dass damit die Grenze erreicht sei. So weit wolle er auf dieser Schanze nicht mehr springen, betonte Schlierenzauer damals. "Denn da steht die Gesundheit auf dem Spiel."

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