Junge Slalomriege drängt sich auf

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Mielzynski, Stiegler und Co: Die jungen Wilden greifen Slalom-Queen Marlies Schild (30) an.

Bei der Pressekonferenz, nach dem Weltcup-Slalom in Ofterschwang, blickte die drittplazierte Marlies Schild zur 21-jährigen Tagessiegerin Erin Mielzynski und sprach Gratulationen aus.

"Die Jungen kommen und werden schneller und schneller. Da muss ich hart arbeiten, um sie zu schlagen. Aber das macht es auch interessant. Und es macht Spaß."

Die Kanadierin hatte sich von Halbzeit-Position fünf aus im Finale noch den Sieg gesichert, Schild fuhr von 7 auf 3 und damit zur kleinen Kristallkugel.

Besser als zweimal 13. war die frühere Junioren-Vizeweltmeisterin im Wasserski im Alpin-Weltcup zuvor noch nie gewesen. Mit dem Sieg im Allgäu beendete Mielzynski eine lange Durststrecke für Kanadas Damen, letzte Weltcupsiegerin im Slalom war am 21. Jänner 1971 in Schruns Betsy Clifford gewesen. "Es war so verrückt, meinen Namen ganz oben auf der Ergebnisliste zu sehen", freute sich Mielzynski.

Komplettiert wurde der Erfolg für die Ahornblätter durch Platz fünf für Marie-Michele Gagnon (22 Jahre).

Stieglers Durchbruch

Groß war die Freude auch bei Resi Stiegler (USA), die nach Serienverletzungen als Zweite ihren ersten Weltcup-Stockerlplatz einfuhr. Zwischen Dezember 2007 in Lienz und November 2009 erlitt die Tochter von Österreichs Ski-Olympiasieger Pepi Stiegler diverse Arm-und Beinbrüche, ihr Comeback gab sie im November 2010 in Aspen. "Das ist ein großer Durchbruch, ich habe wirklich hart dafür gearbeitet."

Ihre 16-jährige Teamkollegin Mikaela Shiffrin, die im Dezember in Lienz als Dritte ihr großes Talent gezeigt hat, schied als Halbzeitdritte aus.

Schwierige Pistenverhältnisse

Das von Schild angeführte ÖSV-Damenteam war am Sonntag in Ofterschwang im ersten Slalom-Durchgang nicht in Schwung gekommen. Im Finale glänzte Nicole Hosp mit Laufbestzeit (Gesamtzehnte) vor Alexandra Daum (Elfte).

"Es waren bei diesen Temperaturen schwierige Pistenverhältnisse. Da ist es auch für Topathletinnen schwierig zu fahren. Im ersten Lauf ist es für uns generell nicht gut gelaufen, da sind viele Fehler passiert", sagte Rennsportleiter Herbert Mandl.

Das ÖSV-Team reist Mittwoch zu den Technikrennen nach Aare an, bevor es nach Schladming geht.

Erstellt am 05.03.2012