Hirscher: "Ich bin megastolz auf die großen Erfolge"

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Der Österreicher bleibt vor den entscheidenden Rennen in Kranjska Gora und Schladming gelassen.

Mit der großen Kristallkugel kann Ihnen kommende Woche bei den Heimrennen in Schladming der große Wurf gelingen. Wie werden Sie mit dem zu erwartenden Hype um Ihre Person und dem Rummel beim Weltcupfinale umgehen?
Marcel Hirscher: Gefallen hat mir so etwas schon immer, das ist voll super. Aber das erste Mal habe ich das heuer beim Nachtslalom in Schladming wirklich nützen können. Das war so positiv, die Kraft, die die Menge mit sich bringt. Vorher hat mich diese Kraft oft so motiviert, dass ich schneller war als meine Füße..... (lacht).

Wie sehen Sie Ihre Position im Dreikampf? Sie könnten eigentlich locker herangehen.
Das zu gewinnen wird nicht locker, das ist fast impossible. Ich werde so weiterfahren, wie ich es bis jetzt getan habe. Es hat mich nach jeder Woche wieder auf das Neue überrascht, was möglich ist.

Den Gesamtweltcup haben vor mir vier Österreicher gewonnen, also brauche ich mich nicht weinen, wenn ich es nicht schaffe. Da geht die Welt nicht unter. Die Saison war das Beste, das ich bisher je gezeigt habe. Ich bin megastolz auf die großen Erfolge, es ist ein megagroßer Schritt in die richtige Richtung. Die Saison kann mir nicht mehr madig gemacht oder schlechtgeredet werden.

Nach Ihrer Verletzung wollten Sie eine gute Comeback-Saison liefern, nun ist mit nur zwei Disziplinen sogar das große Kristall in Reichweite.
Das ist das, was am Thema Gesamtweltcup schwierig ist, weil wieder eine neue Erwartungshaltung da ist. Das ist wieder ein Schritt weiter. Von dem her brauche ich mir nichts denken, Wenn es funktioniert, ist es unglaublich. Aber wenn nicht, dann ist es schon ein Privileg, in der Position zu sein. Das ist schon eine kleine Auszeichnung für sich. Auch wenn du jetzt um drei Punkte verlierst, bist du ein guter Skifahrer.

Worauf wird es bei den finalen Rennen ankommen?
Ich bin über die ganze Saison gut gefahren. Wer das beste Finish hat, gewinnt das. Da gehört viel dazu, gut Skifahren reicht da nicht. Das Glück spielt auch eine Rolle. Die Bedingungen müssen genauso mitspielen und teilweise die Temperaturen auch. Die Kurssetzung genauso. Das sind lauter Faktoren, wo einer seine Stärken und seine Schwächen hat.

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Erstellt am 09.03.2012