Hermann Maiers schwärzester Tag

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Am Mittwoch vor genau zehn Jahren wurde der Karriere des "Herminators" beinahe ein Ende gesetzt.

Am Mittwoch vor zehn Jahren wäre die Karriere von Österreichs bestem Skifahrer aller Zeiten beinahe vorbei gewesen. Hermann Maier überstand am 24. August 2001 einen Motorrad-Unfall in seiner Heimat Salzburg schwer verletzt und machte sich danach durch ein erfolgreiches Comeback endgültig zur Ski-Legende. Zehn Jahre danach und fast zwei Jahre nach seinem Rücktritt im Herbst 2009 äußert sich der anhaltende Tatendrang des 38-jährigen Antarktis-Abenteurers andersweitig: Mitte Oktober 2011 kommt Maiers Wintersport-Bekleidungs-Kollektion auf den Markt.

Ab Herbst eigene Maier-Winterbekleidung

In Kooperation mit dem Sportartikelhändler Sport Eybl wurde eine Winterbekleidungslinie für die Eigenmarke Seven Summits entwickelt. Entstanden ist ein eigenes Hermann-Maier-Label für Damen, Herren und Kinder. Angeblich ist das Skigewand des ehemaligen "Herminators" qualitativ noch besser als jenes von Lasse Kjuss und dennoch für jedermann leistbar. Dominierende Farbe wird blau sein.

Bis heute Nachwirkungen

Hermann Maier kurz nach dem schrecklichen Unfall.
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Maier hatte in seiner einzigartigen Karriere zwischen 1996 und 2009 insgesamt 54 Weltcupsiege gefeiert und damit vier Mal den Gesamt-Weltcup gewonnen. Außerdem wurde der Doppel-Olympiasieger von Nagano 1998 (Super-G und Riesentorlauf) auch Doppel-Weltmeister 1999 in Vail (Abfahrt, Super-G). Sein "Jahrhundertsturz" in der Olympia-Abfahrt von Nagano sowie der ausgerechnet am Zenit seines Schaffens passierte Verkehrsunfall, der danach auch ein Antreten bei den Spielen 2002 in Salt Lake City verhinderte, haben zusammen mit den einzigartigen Erfolgen den "Mythos Hermann Maier" entstehen lassen.

Der vierfache Sportler des Jahres leidet nach wie vor an den Folgen des Unfalls, den er einst als "Zeichen von oben" gedeutet hat. Maier selbst frischt die Erinnerungen daran aber nicht mehr auf.

Erstellt am 05.12.2011