Sport | Wintersport
21.09.2017

Ex-Teamkeeper Brückler: "Arbeit von Aubin sensationell"

Bernd Brückler ist heute bei Capitals - Linz als Experte im Einsatz und lobt den Coach der Wiener.

Am Dienstag war Bernd Brückler in Villach, am Donnerstag ist er TV-Experte von Sky beim Schlager zwischen den Capitals und Linz (19.15 Uhr, Sky Sport Austria). Ein Berufener also, um über die beiden Partien zu sprechen.

Beim 4:3-Sieg des KAC über den VSV sei auffallend gewesen, dass sich der VSV mit vielen Strafen erneut selbst geschwächt hat. "Aber es geht bei beiden Mannschaft noch einiges. Da ist noch viel Luft nach oben. Vor allem beim KAC", sagt Österreichs ehemaliger Teamtormann. Das Villacher Verlangen nach härterem Spiel kann Brückler nachvollziehen: "Wenn man ehrlich ist, war das Villacher Eishockey immer darauf aufgebaut: also auf geradlinigem Spiel, Härte und weniger auf technischen Finessen."

Die Tormannsituation beim einzigen Team mit zwei österreichischen Keepern sei interessant. Am Dienstag wurde David Kickert, der im April mit den Capitals Meister geworden war, nach dem 2:4 durch Lukas Herzog ersetzt. "Es wird noch lange dauern, bis sie wissen, wer die Nummer eins ist. Kickert war es in Wien nie. Der Druck, drei Spiele pro Woche gewinnen zu müssen, ist etwas ganz anderes." Aber mit VSV-Goaliecoach Markus Kerschbaumer könne es Kickert schaffen.

Spielzusammenfassung zur Verfügung gestellt von ServusTV:

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Der Spitzentrainer

Bei den Capitals sieht Brückler nach dem Abgang von Kickert auf dieser Position großes Risiko: "Es darf nichts passieren." Die Wiener haben Kickert mit dem Nachwuchs ersetzt, Stammkeeper Jean-Philippe Lamoureux muss jedes Spiel machen. Dennoch beeindrucken ihn die Wiener. "Die Arbeit von Trainer Serge Aubin ist sensationell. In allen Bereichen. Sei es im Training, im menschlichen Bereich oder beim Coachen." So seien die vier Siege in Folge auch nicht glücklich gewesen.

Dass die Wiener nach dem ersten Meistertitel nach zwölf Jahren genauso gut weiterspielen wie im Play-off, ist für Brückler überraschend. "Aber das hat natürlich auch viel mit Aubin zu tun. Er ist ein Spitzentrainer."

Brückler selbst kam nach seinem Karriereende durch Zufall zu seiner jetzigen Tätigkeit als Spielermanager. "Kyle Beach (jetzt VSV, Anm.) hat mir erzählt, dass er seinen Manager aus Kanada noch nie gesehen hat. Nach seinen 30 Saisontoren hat er mich gefragt, ob man da nicht etwas machen kann. Dann habe ich gehört, dass Andreas Kristler ( Linz) nach seinem Kreuzbandriss seinen Manager sechs Tage lang nicht erreicht hat. Dann kam René Swette (Innsbruck) dazu." Mittlerweile sind es 25 Spieler.