Trotz der vorweihnachtlichen Krise haben die Wiener die meisten Fans

© /DIENER / Eva Manhart

Eishockey
12/28/2014

Die Capitals sind Zuschauerkrösus

Wiener empfangen Fehervar und dürfen sich über den höchsten Zuschauerschnitt in der EBEL freuen.

von Peter Karlik

Die Vienna Capitals und Linz sind die Zuschauermagneten der Erste Bank Liga. Die Wiener durften sich in den ersten 16 Heimspielen über durchschnittlich 4600 Fans freuen, bei den Linzern lag der Schnitt bei 4442. Die Nummer 3, der KAC (3885), wird kommende Woche einen Satz ganz nach vorne machen, wenn 30.000 im Klagenfurter Fußball-Stadion das Derby gegen den VSV sehen werden.

Sportlich geht es mit den Kärntner Teams auch wieder bergauf. Beide dürfen sich Hoffnungen machen, in den letzten 13 Runden des Grunddurchgangs den Einzug in die Top 6 zu schaffen, die bereits nach 44 Runden fix im Viertelfinale stehen.

Der KAC trifft am Sonntag als Tabellenachter auf den Sechsten Znaim und kann den Rückstand auf zwei Punkte reduzieren. KAC-Trainer Doug Mason freute sich über die starke Leistung beim 4:3 n.V. am Freitag in Graz. "Das war so, wie ich mir unser Spiel vorstelle. Eine der besten Partien in den letzten Wochen." Steigende Form hat Oliver Setzinger, der in Graz wieder ein Tor und einen Assist sammelte und in seinen ersten 16 Partien für den KAC bereits auf sechs Tore und vier Vorlagen kommt.

Die Vienna Capitals müssen auf ihre Verstärkung noch zumindest bis zum Duell mit dem KAC am Dienstag warten. Nicolas Deschamps sah das 5:3 seiner Teamkollegen am Freitag gegen Znaim von der Tribüne aus. Weil das AMS vor Weihnachten keine Arbeitsgenehmigung ausstellen konnte, muss der Kanadier auch im heutigen Heimspiel gegen Fehervar zusehen. Sein erstes Fazit: "Tolle Fans, eine tolle Halle. Schade, dass ich nicht zu Hause debütieren kann."

Wiener Rückhalt

Seine Aufgabe bei den Caps: "Ich habe gehört, es gibt in der Offensive ein Problem. Ich will mithelfen, das zu beheben." Doch auch ohne ihn scheinen die Wiener diese Phase durchgetaucht zu haben. Gegen Innsbruck und Znaim erzielten die Caps zwölf Tore. Stürmer Jonathan Ferland betont, dass die Caps nichts anders machen würden als bei den vielen Niederlagen vor Weihnachten: "Die Schüsse gehen jetzt einfach wieder hinein. Wir haben zuvor auch viel Pech gehabt." Trainer Tom Pokel ergänzt: "Die Spieler haben im Verein immer den Rückhalt von ganz oben bis ganz unten gespürt. Die schlechte Phase dauerte vielleicht ein wenig länger als bei anderen Teams, aber dafür sind wir jetzt umso stärker."

Sollte Deschamps am Dienstag spielen, dann haben die Wiener die maximal erlaubten 60 Punkte im Kaderbewertungssystem erreicht. Danach sind nur noch drei Spielertäusche erlaubt.

Noch immer in einer schlechten Phase ist Graz. Die 99ers haben elf der letzten zwölf Spiele verloren. Coach Todd Bjorkstrand war nach der Niederlage gegen den KAC nicht unzufrieden: "Die Richtung hat gepasst. Jetzt müssen wir da weitermachen." Und den Steirern dürfte der heutige Gegner liegen. Villach hat seit 14. Februar 2012 vor eigenem Publikum sechs Spiele in Folge gegen Graz verloren.

Salzburger Nachwuchs

Für Beachtung auf der internationalen Eishockey-Bühne sorgt Tabellenführer Red Bull Salzburg (am Sonntag in Dornbirn). Mit vier Spielern stellen die Salzburger das größte Kontingent des deutschen Kaders bei der Unter-20-WM in Toronto und Montreal. Das Nachwuchsturnier hat in Kanada mehr Zuschauer als die Weltmeisterschaften der großen Stars.

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