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29.03.2017

Eiskunstlauf-WM: Frank und Ziegler/Kiefer out

Die österreichischen Teilnehmer verpassen in Helsinki die erste Chance, einen Olympia-Quotenplatz zu lösen.

Die Wienerin Kerstin Frank hat am Mittwoch zum Auftakt der Eiskunstlauf-WM in Helsinki die Kür klar verpasst. Die 28-Jährige belegte im Kurzprogramm der Damen unter 37 Konkurrentinnen Rang 31. Mit 50,54 Punkten blieb sie 1,81 Zähler unter ihrer persönlichen Bestleistung. Für den Aufstieg bzw. die Top 24 wären 54,83 Punkte nötig gewesen. Beste war Titelverteidigerin Jewgenija Medwedewa (RUS).

Frank präsentierte ein anspruchsvolles Kurzprogramm zum Benny-Goodman-Klassiker „Sing Sing Sing". Neben einem Doppelaxel und einem Dreifach-Toeloop zeigte sie als Höchstschwierigkeit einen dreifachen Lutz in Kombination mit einem Doppel-Toeloop. Der Lutz gelang aber nicht fehlerfrei, was Abzüge der Preisrichter verursachte. "Es war ein guter Lauf. Ich habe bis zum Schluss gekämpft und versucht, das Beste herauszuholen. Schade, dass es für das Finale letzten Endes nicht gereicht hat."

Frank verpasste damit auch die erste Chance, einen Olympia-Quotenplatz zu lösen. Die zweite und letzte Chance gibt es im September bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf.

Das Aus kam auch für das Paar Miriam Ziegler und Severin Kiefer. Die 23-jährige Burgenländerin und ihr 26-jähriger Salzburger Partner schafften es im Paarlauf-Bewerb als 18. nicht unter die besten 16 und müssen nun ebenso wie Frank auf die Nebelhorn-Trophy hoffen. Sie zeigten technisch ausgefeilte Elemente wie einen dreifachen Twist, einen Dreifach-Side-by-Side-Toeloop und einen dreifachen Wurf-Flip und verbesserten ihre persönliche Bestmarke auf 61,01 Punkte. Ein Punkt fehlte schließlich für den Einzug ins Finale der besten 16 Paare.

„Unsere Trainings waren zuletzt sehr gut, wir konnten unsere Leistung gut abrufen. Dass es bei so vielen Top-Paaren am Start schwierig sein wird, unser Ziel zu erreichen, war uns bewusst. Es ist ein guter 18. Platz, dennoch sind wir natürlich enttäuscht, dass es nicht für eine Final-Teilnahme gereicht hat“, erklärte Miriam Ziegler.