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17.11.2017

Eishockey: Erstes Heimspiel für einen Wiener

Peter Schneider kehrt nach zwölf Jahren im Ausland zurück und spielt heute erstmals Profieishockey in Wien.

"Ich freue mich schon riesig auf das erste Heimspiel", sagt Peter Schneider vor dem Duell der Capitals mit Fehervar am Freitag (19.15 Uhr). Der Wiener verließ mit 14 Jahren die Junior Capitals (damals EAC Pinguin) in Richtung Slowakei und Tschechien und ging später in die USA. "Meine Eltern wollten, dass ich was von der Welt sehe und andere Sprachen lerne", erinnert sich Schneider. Sein gleichnamiger Vater Peter war überigens einer der ersten Funktionäre bei den im Jahr 2000 gegründeten Vienna Capitals. Peter Junior war damals neun Jahre alt.

Die Zeit im Ausland war trotz seiner Jugend kein Problem: "Ich war ja am Anfang nicht weit weg. Manche Leute pendeln weiter zur Arbeit, als ich nach Hause gefahren wäre." Zwölf Jahre später kehrte er nach Wien zurück und war schon beim 5:2-Sieg in Dornbirn vor der Länderspielpause dabei. Obwohl er kein einziges Training mit dem Team davor gehabt hatte, war die Leistung ansprechend und leistete Schneider auch einen Assist. "Körperlich war es sehr anstrengend. Ich bin am Freitag über Istanbul nach Wien geflogen und habe zu Hause geschlafen. Dann bin ich am Samstag früh nach Dornbrn gereist und habe gleich gespielt."

25 Tore für Kalamazoo

Zuletzt war er bei Kalamazoo in der ECHL und kam in der vergangene Saison auf sehr gute 25 Tore und 34 Assists in 58 Partien. "Mir wurde die Chance versprochen, in die AHL (Farmteamliga der NHL, Anm.) zu kommen. Als das nichts geworden ist, wollte ich nach Hause. Am liebsten nach Wien", begründet der 26-Jährige. Wie seine Statistiken zeigen, ist er ein guter Scorer. Und beim Meister in Wien? "Ich werde es zumindest versuchen. Ich selbst würde mich als Energy-Stürmer bezeichnen. Aber ich werde jede Rolle übernehmen, die mir der Trainer gibt." Serge Aubin kannte Schneider schon vor dem Debüt. Weil in Nordamerika die Saison später beginnt, durfte Schneider bei den Capitals im Sommer erst in der zweiten Mannschaft und dann auch bei den Profis mittrainieren. "Das ist nicht selbstverständlich. Die Capitals sind eine super Mannschaft, haben ein Weltklasse-Trainerteam und einen Top-Manager."