Sport | Wintersport
19.12.2011

Eishockey-Elite kein Zuschauer-Magnet

Wenig Zuschauer beim Österreich-Cup in Klagenfurt und beim Salute-Finalturnier in Salzburg und Wien.

Die Kameramänner von ORF und ServusTV hatten in den letzten Tagen besondere Herausforderungen zu meistern: Sowohl beim Österreich-Cup in Klagenfurt als auch beim Salute-Finalturnier in Salzburg und Wien war es kein leichtes Unterfangen, Bilder ins Wohnzimmer zu übertragen, auf denen die leeren Zuschauertribünen nicht zu sehen sind.

Das österreichische Nationalteam hielt in den Spielen gegen die A-Nationen Schweiz (1:4) und Slowakei (1:2) recht gut mit, doch nur gegen die Schweizer war die Messehalle mit 2785 Zuschauern zur Hälfte gefüllt. Gegen die Slowakei kamen am Samstag gar nur noch 1650 Fans.

Das selbe Bild gab es beim Salute-Turnier, wo acht Klubs den Sieger in der European Trophy ermittelten. Mit nur 1600 Zuschauern war auch der Salzburger Volksgarten am ersten Turniertag nur zur Hälfte gefüllt. In Wien sahen ein paar hundert Fans in der 7000er-Arena Spiele auf einem Niveau, das es seit der Weltmeisterschaft 2005 in Österreich nicht mehr gegeben hat. Die Schlussfolgerung, dass internationale Eishockey-Spiele den Zuschauer nicht interessieren, liegt nah.

Salzburg hat sogar in der Erste Bank Liga einen höheren Zuschauerschnitt (2308), in Wien liegt er trotz sportlicher Krise gar bei 4707 pro Spiel.

Zukunft

Nicht nur aufgrund der Zuschauerzahlen dürfte das Salute-Turnier nächstes Jahr eine neue Heimat bekommen. Mittelfristig könnte sich der Bewerb zu einer Art Europacup entwickeln, der wie im Fußball neben den nationalen Ligen gespielt wird. Der nächste Konflikt mit dem internationalen Verband, der selber wieder eine Champions League ausrichten möchte, ist vorprogrammiert.



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