Starkes Duo: Andre Lakos und Bernhard Starkbaum sind ohne Klub.

© APA/HELMUT FOHRINGER

Eishockey
10/21/2013

Ein sorgenvoller Blick auf den Olympia-Kader

Zwei Stützen des Eishockey-Nationalteams sind vier Monate vor den Olympischen Spielen arbeitslos.

von Peter Karlik

Am 13. Februar 2014 beginnt für Österreich das wichtigste Eishockey-Turnier der letzten zehn Jahre. In Sotschi ist erstmals seit 2002 wieder eine österreichische Mannschaft bei Olympischen Spielen vertreten. In der Vorrunde sind Finnland, Kanada und Norwegen die Gegner.

Doch die Saison beginnt nicht nach Wunsch für die Österreicher: Obwohl noch kein Spiel absolviert ist, bereiten die Personalien schon Kopfzerbrechen. Zwei der großen Stützen bei der Olympia-Qualifikation in Deutschland und bei der A-Weltmeisterschaft in Helsinki sind arbeitslos: Tormann Bernhard Starkbaum und Verteidiger Andre Lakos.

Starkbaum spielte in der vergangenen Saison in Schweden bei Modo einen starken Grunddurchgang und hielt in 46 Partien 93,3 Prozent der auf ihn abgefeuerten Schüsse.

Doch im Viertelfinale war gegen den Top-Klub Färjestad Endstation, Starkbaum wurde schon in der zweiten Partie ausgetauscht. Obwohl der Wiener noch einen Vertrag hat, setzt der Klub aus Örnsköldsvik auf zwei junge Torhüter, die weniger kosten. Auch deshalb, weil ein Geldgeber gestorben ist und der Klub sparen muss. Jetzt sitzt Starkbaum in Schweden fest und darf sich mit Nachwuchsspielern fit halten. „Ich hoffe, dass ich bald wieder irgendwo spielen kann. Mir ist es jetzt schon egal, wo“, sagt der Wiener. Verspekuliert hat sich offensichtlich sein Management, das während der WM im Mai über Kontakte zu NHL-Teams sprach und nach der negativen Entscheidung bei Modo keinen anderen Klub für den österreichischen Teamtorhüter mit gutem Ruf finden konnte.

Weniger frustriert als Starkbaum ist Andre Lakos. „Ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich aus Chomutov weg bin“, sagte der 34-jährige Wiener. Nachdem er bei den Capitals nach dem verlorenen Finale gegen den KAC keinen Vertrag mehr bekommen hatte, heuerte er im Sommer bei Pirati Chomutov in der tschechischen Extraliga an.

Sprachbarriere

Laut Lakos mit falschen Versprechungen: „Mir wurde gesagt, dass weitere englischsprachige Legionäre kommen werden. Das war aber nicht der Fall.“ So war Lakos der einzige Pirat, der nicht Tschechisch verstand. „Und dann haben sie mich im Training zusammengeschissen, weil ich Übungen nicht verstanden habe. Auch in Spielen habe ich oft nicht gewusst, was sie von mir wollen.“

Interesse am 2,03-Meter-Mann gibt es, konkrete Angebote aber noch nicht. „Ich hoffe, dass sich in dieser Woche etwas tut. Jetzt muss ich mich erstmal irgendwie fit halten. Ich hoffe, ich darf mit den Junior Capitals auf dem Eis trainieren.“

Dann folgen ab 7. November in Innsbruck die Spiele bei der ersten Olympia-Vorbereitung gegen Slowenien, Weißrussland und Frankreich.

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