Sport | Wintersport
13.01.2012

Einserfrage in der "Caps"-Verteidigung

Vor dem Spiel gegen Salzburg liefen bei den Wienern die Telefonleitungen heiß.

Die Telefonleitungen liefen in den letzten Tagen heiß bei den Vienna Capitals. Der Mitte Jänner kleine Spielermarkt wurde nach einem Verteidiger durchforstet. Einer, bei dem man weniger danebenliegt als bei anderen Personalentscheidungen in dieser Saison. Er soll also charakterlich in Ordnung sein und sich an die Anweisungen von Trainer Tommy Samuelsson halten können.

Ob der vor dem KAC-Spiel aus dem Kader geworfene Verteidiger Ross Lupaschuk am Freitag gegen Salzburg (19.15 Uhr) wieder dabei sein wird, weiß Samuelsson nicht: "Mal sehen, wie er heute beim Warm-up reagiert." Dann wird sich auch entscheiden, ob der angeschlagene Kapitän Benoît Gratton wieder fit ist.

An die günstigste Lösung haben die Wiener nicht gedacht. Denn Teamspieler Chris Harand, der seit drei Monaten beim Farmteam mittrainiert, hat laut eigener Aussage einen gültigen Vertrag. Harand sah aber im August zuletzt sein Gehalt, weil die Capitals lieber auf zusätzliche Legionäre setzten und ihn nach einer Verletzung abmeldeten. Da Harand auch nicht krankenversichert ist, könnte ein Trainingsunfall des 30-jährigen Wieners den Verein noch teuer zu stehen bekommen.

Dass Harand bei seinen Ex-Klubs und im Nationalteam auch Verteidiger gespielt hat und er eisläuferisch zu den Besten in Österreich gehört, scheint in der aktuellen Situation kein Thema zu sein. Samuelsson meint: "Seine Qualitäten liegen im Sturm." Im Training am Donnerstag achtete der Schwede auf die Defensive.

Mit den Salzburgern kommt auch Manuel Latusa nach Wien. Der Vertrag des ehemaligen Capitals-Stürmers, der sich in Salzburg zu einem Topspieler entwickelt hat und im Vorjahr mit elf Treffern bester Play-off-Torschütze der Liga war, läuft übrigens im Sommer aus.