Ein Volltreffer zum Eishockey-WM-Auftakt

APA/HELMUT FOHRINGERAPA7559110-2 - 15042012 - LJUBLJANA - SLOWENIEN: ZU APA-TEXT SA - IIHF EISHOCKEY-WELTMEISTERSCHAFT DIVISION 1A - (v.l.) Daniel Welser (AUT) und Thomas Koch jubeln über das 4:1 am Sonntag, 15. April 2012, während der Begegnung zwischen
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER Der Auftakt zum Unternehmen Wiederaufstieg ist geglückt.

Die B-WM in Laibach beginnt dank dreier Treffer in nur 97 Sekunden mit einem Erfolg gegen Mitfavorit Ukraine.

Da kamen die Bier- und Hot-Dog-Verkäufer in der Stozice-Arena von Laibach nicht mehr mit. Noch während der Großteil der rund 100 österreichischen Stimmungsmacher nach der ersten Pause versorgt wurde, zeigte Österreich das beste Eishockey seit Jahren. Nach einem verkrampften ersten Drittel gegen die körperlich übermächtigen Ukrainer zog Österreich nach der Pause innerhalb von 97 Sekunden von 1:1 auf 4:1 davon.

Erst knallte Latusa den Puck im Powerplay aus kurzer Distanz unter die Latte (21.), dann traf Kirisits mit einem verdeckten Schuss (22.) und stocherte Welser die Scheibe nach einem Abpraller unter dem ukrainischen Tormann Karpenko über die Linie (23.). Dass das 5:1 durch Koch nach einer Traumkombination von NHL-Legionär Grabner und Welser das spielentscheidene Tor wurde, war kurios.

Die Führung war eindeutig und zu hoch. Denn die Ukrainer spielten stark, also sicher an der Scheibe, schnell und mit Druck auf das Tor. Und das machten sie auch beim Spielstand von 1:5, deshalb war die Partie nicht entschieden. Pobjedonostsew (33.) und Timtschenko (36.) brachten die Ukrainer in Lauerstellung. Und nach dem dummen Foul von Stefan Geier und dem folgenden Powerplaytor von Timtschenko (58.) wurde es noch einmal spannend. Mehr aber nicht.

Österreich besiegte also den vom Papier her nach Slowenien zweitgrößten Konkurrenten um den Aufstieg. Die halbe Miete zum Aufstieg? Kapitän Thomas Koch verneint: "Alle Teams sind ungefähr gleich stark. Ungarn ist auch sehr gut gestartet gegen die Japaner – und haben die in einem Test die Ukraine geschlagen."

Österreichs Starstürmer Michael Grabner sagte erleichtert: "Mir ist am Ende ein Stein vom Herzen gefallen. Nach einem 5:1 darf man nicht drei Tore bekommen. Aber jetzt müssen wir vorausblicken." Gegen Großbritannien sollte am Montag (16.30 Uhr, live ORF Sport Plus) jedenfalls nichts anbrennen.

Eishockey-WM Division 1A (B-WM) am Sonntag:

Österreich - Ukraine Endstand 5:4 (1:1,4:2,0:1)
Ljubljana, Arena Stozice, 1000, SR Rawodin/Kaderli/Tosenovjan (RUS/SUI/CZE)

Tore: M. Geier (4./PP), Latusa (21./PP), Kirisits (22.), Welser (23.), Koch (30.) bzw. Timtschenko (14./PP, 35., 58./PP), Pobjedonostsew (33./PP)
Strafminuten: 10 bzw. 10 plus 10 Disziplinar Zabludowski

Österreich: Starkbaum - Kirisits, Reichel; Trattnig, Schumnig; Altmann, St. Ulmer - Welser, Koch, Grabner; Th. Raffl, Hundertpfund, Baumgartner; M. Geier, Herburger, St. Geier; P. Harand, Oberkofler, Latusa.

Ukraine: Karpenko - Pobjedonostsew, Ljutkewitsch; Klimentjew, Jemeljanenko; Nawarenko, Isajenko; Petruchno - Schafarenko, Timtschenko, Materuchin; Jakowenko, Kasjantschuk, Donika; Michnow, Bondarjew, Pastuch; Ramazanow, Torjanik, Bobkin; Zabludowski


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(apa / Peter Karlik, Laibach) Erstellt am
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