Mehrkampf-Meeting: Mario Fischer (links) will es Fehervars Andrew Sarauer ungemütlich machen

© /DIENER / Eva Manhart

Eishockey
03/16/2015

Capitals mit Siegesdurst zu Spaßverderbern

Nach zwei Siegen in Folge setzen die Capitals heute in Ungarn wieder auf ihr körperbetontes Spiel.

von Peter Karlik

Es ist Zufall, dass die Viertelfinalserie zwischen Fehérvár und den Vienna Capitals ausgerechnet um den 15. März stattfindet. Jenen Staatsfeiertag, an dem der ungarischen Revolution gegen das Kaiserreich 1848 gedacht wird.

Weil deshalb gestern keine Sportveranstaltung erlaubt war, wurde das Heimspiel gegen die Wiener auf Montag, 19.15 Uhr, verschoben. Die sechste Partie der Serie in Wien wurde in der Folge von Dienstag auf Mittwoch verlegt.

Die Wiener Fans sollten noch wissen, dass sie bei einem eventuellen Sieg nicht mit Bier anstoßen sollten. Denn 1848 hatten die Österreicher nach der Niederschlagung der Revolution mit Bier angestoßen, weshalb die Ungarn gelobten, es 150 Jahre lang beim Biertrinken zu unterlassen. Auch wenn die 150 Jahre längst vorbei sind, Gäste sollten zumindest davon gehört haben.

Die Spieler der Vienna Capitals haben in den letzten beiden Partien (3:2, 2:1) einen Weg gefunden, ihren Siegesdurst zu stillen. "Wir schenken ihnen in den Zweikämpfen nichts. Vor allem die Schlüsselspieler werden jetzt von uns so hart attackiert, dass sie es sich überlegen, noch einmal in einen Zweikampf mit uns zu gehen. Sie sollen den Spaß verlieren", erklärt Stürmer Mario Fischer, der in den letzten Spielen die Gegner mit harten Checks bearbeitete.

Hitzebeständig

Den 2:1-Erfolg nach Verlängerung am Freitag in Wien habe die Mannschaft nicht lange gefeiert. "Nach einer halben Stunde haben wir uns schon wieder nur auf das nächste Spiel fokussiert", sagt der 25-Jährige. Auf die gehässige Stimmung in der kleinen Halle von Székesfehérvár freut sich Fischer: "Da geht ein Ruck durch die Mannschaft. Wenn es so hitzig ist, dann rückt man noch enger zusammen."

Capitals-Coach Jim Boni betont, dass heute Fehérvár unter Druck steht: "Sie wissen, dass sie gewinnen müssen." Wenn nicht, dann hätten die Wiener am Mittwoch die Chance, ins Semifinale aufzusteigen.

Indes wurde bekannt, dass sich der slowenische VSV-Verteidiger Klemen Pretnar für die Capitals entschieden hat.

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