Sport | Wintersport
06.04.2017

EBEL: Reges Treiben hinter den Kulissen

Die Capitals wollen am Freitag den Titel holen, müssen aber gleichzeitig ein fünftes Spiel planen.

Bei den Vienna Capitals kommen in dieser Woche nicht nur die Spieler ins Schwitzen. Der Spielplan und der Stand von 3:0 in der Finalserie gegen den KAC hat zur Folge, dass möglicherweise erst am Freitag um Mitternacht feststeht, dass am Sonntag um 14.30 Uhr ein Spiel in Wien stattfindet. Das wäre dann der Fall, wenn der KAC das vierte Spiel gewinnen und in der Best-of-seven-Serie auf 1:3 stellen würde. Nur wenn die Capitals am Freitag siegen, dann ist der Titel vergeben und die Saison zu Ende.

Da ein Finalspiel mit 7000 Zuschauern nicht innerhalb von 38 Stunden zu organisieren ist, müssen die elf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Capitals-Büro so arbeiten, als würde die Partie auf jeden Fall stattfinden. "In der kurzen Zeitspanne vom Ende des vierten Spiels bis zum Beginn des fünften Spiels wäre es fast nicht möglich, alles auf die Beine zu stellen. Im Endeffekt geht es darum, dass bei einem möglichen fünften Spiel nach dem Spielende am Freitag der Ablauf steht", erklärt Capitals-Manager Franz Kalla.

Tausend Dinge zu organisieren

Zu den wichtigsten Aufgaben zählen: Kartenverkauf, VIP-Logen-Organisation, Fanshop-Organisation, Sponsorbetreuung, Sicherheitskoordination, Parkplatzreservierungen, Entertainment-Programm, Koordination des Spielbetriebes, des Trainingsbetriebes, Pressekoordination, Koordination der Gastroabteilung mit zirka 100 Mitarbeitern und natürlich die Eisaufarbeitung in allen drei Hallen, die von 8 bis 23 Uhr genützt werden.

Am Mittwoch wurde auch organisiert, dass am Freitag das Auswärtsspiel in der Schultz-Halle auf einer großen Vidi-Wall übertragen wird. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Nachwuchs sind erwünscht, geöffnet ist die Nordtribüne. "Wir spüren, dass die Euphorie derzeit sehr, sehr groß ist und von Tag zu Tag zunimmt. Daher ist es schwer abzuschätzen, wie viele Leute kommen werden", sagt Kalla.

Harte Bandagen

Am Freitag wird der Mannschaft von Serge Aubin das härteste Spiel der Saison bevorstehen. Schon beim 7:5 am Dienstag war den Wienern die körperliche Anstrengung anzusehen. Peter und Nödl fielen verletzt aus. Und als Holzapfel bei einem Schlagschuss seines Teamkollegen Fraser getroffen wurde und mit Schmerzen auf die Bank kam, eilte ihm Trainer Aubin entgegen. Doch es kam die Entwarnung. Holzapfel spielte weiter und machte 14 Sekunden vor dem Ende mit dem 7:5 sein zwölftes Play-off-Tor.