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04.04.2017

EBEL: Overtime bringt den Capitals Glück

Trainer Aubin erklärt vor dem heutigen Heimspiel, weshalb die zweiten Partien so umkämpft waren.

Bevor am Dienstag das dritte Finalspiel der Best-of-seven-Serie zwischen den Capitals und dem KAC in Wien steigt (20.15 Uhr), lohnt es sich, die Play-off-Serien der Vienna Capitals in den letzten Wochen noch einmal anzusehen.

Gegen Innsbruck waren die Wiener fulminant gestartet und feierten im ersten Spiel einen 5:0 Heimsieg. Dann folgte auswärts ein harter Kampf. Innsbruck führte nach 17 Minuten 3:1, die Capitals gewannen in der Verlängerung 4:3 durch ein Tor in der 104. Minute. Die Wiener gewannen die Serie 4:0.

Im Semifinale gegen Bozen gewannen die Capitals das erste Spiel 4:2. Doch wieder war das zweite Spiel extrem umkämpft. Erst in der 87. Minute, also wieder in der Verlängerung gelang der Siegestreffer. Die Serie endete wieder 4:0.

Das Finalduell mit dem KAC begann in einer ähnlichen Dramaturgie. Am Freitag spielte das Team von Serge Aubin überragend und siegte 4:1. Am Sonntag folgte der Rückfall, doch mit zwei Treffern in den Schlussminuten retteten sich die Wiener in die Verlängerung, in der Pollastrone traf und auf 2:0 in der Serie stellte.

Wieso machen es die Capitals also immer in den zweiten Spielen eines Play-off-Duells so spannend? Coach Serge Aubin versucht zu erklären: "Die zweiten Spiele sind extrem wichtig. Da versucht der Verlierer vom ersten Spiel alles, um auszugleichen." Und gleichzeitig habe sein Team besondere Fähigkeiten: "Meine Spieler können den Reset-Knopf drücken, wenn es nicht läuft. Dann lassen sie alles auf dem Tisch, was sie haben."

Wiener Mischung

Das war am Sonntag nach dem 0:3 im ersten Drittel der Fall. Aubin mischte danach die Angriffslinien durch und brachte nach dem 1:4 auch Back-up-Tormann Kickert für den unglücklichen Lamoureux. Der 22-Jährige strahlte große Ruhe aus. Dass er am Dienstag wieder im Tor stehen wird, ist dennoch unwahrscheinlich. Auch wenn Aubin betonte: "Lamoureux hat sich richtig gefreut für Kickert. Ich habe zu beiden größtes Vertrauen. Es ist aber offen, wer am Dienstag spielt."

Gespannt darf man auf dieser Position auch beim KAC sein. Legionärsgoalie Duba musste nach zwei Niederlagen gegen Salzburg Madlener Platz machen. Doch dieser hat in zwei Spielen gegen die Caps neun Treffer kassiert. Kommt bei 0:2 also wieder ein Tausch?