Sport | Wintersport
02.04.2017

Vienna Capitals: 25.000 Kilometer bis ins Finale

Den Capitals fehlt es bei den Reisen an nichts.

Wie sehr die EBEL gewachsen ist, zeigt sich an einer Zahl: Als die Capitals vor zwölf Jahren Meister wurden, titelte der KURIER "15.000 Kilometer auf dem Weg ins Finale". 2017 sind es fast 25.000.

Aber die Wiener haben mittlerweile einen Bus, in dem die Reisestrapazen gering gehalten sind. Wie üblich im Play-off bestiegen die Capitals gestern wieder am Tag vor dem Spiel ihren Luxus-Liner namens "Neoplan Skyliner L". Das 505 PS starke und 14 Meter lange Gefährt bietet so viel Platz, dass selbst eine Küche und ein Waschraum eingebaut sind. Außerdem können sich die Spieler auf 82 Sitzen so ausbreiten, dass sie nach dem Spiel relativ bequem entspannen bzw. schlafen können. "Nur ich nicht", klagt Andreas Nödl. "Ich kann einfach nicht im Bus schlafen." Daher schaut sich der Stürmer per Livestream Filme an. Der Dr.-Richard-Bus ist natürlich mit W-Lan ausgestattet.

Während die Spieler nach einer Partie essen oder es sich gemütlich machen, beginnt für die Trainer Serge Aubin und Craig Streu das Nachspiel. Schon im Bus bauen sie ihr Büro für die Videoanalyse im nächsten Training auf.

Chauffeur ist seit acht Jahren Joschi Colakovic. Ihm sind die Capitals ans Herz gewachsen. "Durch die Caps bin ich zum Eishockey-Fan geworden. Wenn ich Zeit habe, dann bin ich auch bei den Heimspielen dabei. So wie am Freitag gegen den KAC." Etwas ruhiger wird es für Colakovic im Sommer, wenn die Caps im Urlaub sind. "Dann fahre ich Reisegruppen durch Europa." Durch den Finaleinzug ist der heurige Eishockey-Sommer in Wien aber eh ein kurzer.