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21.03.2017

EBEL: Die Capitals stürmen ins Finale

Den Wienern gelingt mit dem Sieg in Bozen der Sweep. Der KAC stellt auf 2:2 in der Serie gegen Salzburg.

Die Vienna Capitals stehen zum vierten Mal im Finale der Eishockey-Meisterschaft. Die Wiener besiegten Bozen im vierten Semifinalspiel 4:1 und steigen mit einem 4:0 in der Best-of-seven-Serie auf. Schon das Viertelfinale gegen Innsbruck hatten die Wiener mit 4:0 gewonnen. Ein Aufstieg ins Finale mit acht Siegen und ohne Niederlage war bislang nur Linz 2001/2002 gelungen.

Die Bozner Fans haben nicht mehr an das Wunder geglaubt: Waren am Freitag noch 7012 Zuschauer in die Palaonda gekommen, waren es am Dienstag nur noch 4193. Der Stimmung tat dies keinen Abbruch, waren doch die Stimmbänder der Bozner Sängerknaben im lautesten Fan-Sektor der Liga wieder gut geölt.

Der vierte und somit letzte Sieg in einer Best-of-seven-Serie sei immer der härteste, waren sich vor dem Spiel alle Beteiligten einig. Hart waren die Spiele davor zwischen den Capitals und den Boznern aber auch. Denn wie immer spielte das Team von Tom Pokel auch am Dienstag sehr defensiv und vertraute auf den starken Torhüter Marcel Melichercik. Das ging auch lange gut. Die Bozner kamen vereinzelt zu Möglichkeiten, auch wenn sie im Spielaufbau von den aggressiven Wienern sehr früh gestört wurden und ihre Probleme damit hatten.

Erst in Überzahl gingen die Capitals in Führung: Ein Schuss von Aaron Brocklehurst wurde unhaltbar für Marcel Melichercik abgefälscht (29.). Das 2:0 durch Sharp fiel nach einem Konter über Sascha Bauer und Jonathan Ferland, der Macgregor Sharp bediente (34.). Die Wiener hatten ihren Torjubel gerade beendet, da war Bozen wieder dran: 20 Sekunden später traf Marc-Olivier Vallerand nach einem Abpraller zum 1:2 (34.).

Die Entscheidung

Spannend war es aber nicht lange. Denn erstens stand bei den Capitals mit Jean-Philippe Lamoureux ebenfalls ein außerordentlicher Keeper im Tor. Und zweitens schloss im Schlussdrittel Kelsey Tessier einen Konter zum 3:1 für die Capitals ab (47.).

Danach spielten die Wiener clever, ließen kaum noch Chancen zu und schließlich traf Tessier zum 4:1 (57.).

KAC glich aus

"Ich bin sehr stolz", sagte Capitals-Coach Serge Aubin. "Wir haben im August begonnen, die Puzzleteile zusammenzusetzen. Jetzt wissen wir, dass wir gewinnen können." Einen Wunschgegner im Finale hat Aubin nicht.

Im zweiten Semifinale steht es nach dem 4:1 des KAC gegen Salzburg 2:2. Die Salzburger hatten sechs Ausfälle. "Beide sind exzellente Teams", sagt Aubin. Sicher ist nur, dass die Wiener ein paar Tage frei haben. "Jetzt wird es im Bus lustig. Wir werden Karten spielen und ein paar Getränke nehmen", sagte Andreas Nödl vor der siebenstündigen Busfahrt nach Wien.

Halbfinale (best of seven) - 4. Spiele:

Bozen - Vienna Capitals 1:4 (0:0, 1:2, 0:2)
Bozen, 4200 Zuschauer
Tore: Vallerand (34.); Brocklehurst (29./PP), Sharp (34.), Tessier (47., 57./PP)
Strafminuten: 10; 4

Endstand in der Serie: 0:4

KAC - Salzburg 4:1 (1:0 1:0 2:1)

Stadthalle Klagenfurt, 4742 Zuschauer, SR Lemelin/Piragic
Tore: Hurtubise (12., 25./PP), M. Geier (53.), Neal (57./EN); Cijan (52.)
Strafminuten: 14; 14

Stand in der Serie: 2:2

Das EBEL-Finale

Freitag, 31.3., 20.15 in Wien
Sonntag, 2.4. 17.00
Dienstag, 4.4., 20.15 in Wien
Freitag, 7.4., 20.15

Falls nötig:

Sonntag, 9.4.,14.30 in Wien
Dienstag, 11.4., 20.15
Donnerstag, 13.4. 20.15 in Wien