Capitals unterliegen Villach zu Hause 2:4

Vienna Capitals - EC VSV
Foto: AGENTUR DIENER /DIENER / Eva Manhart Die Villacher gewinnen in Wien das dritte Spiel gegen die Capitals. Die Adler führen damit in der Play-off-Serie mit 2:1.

Der VSV gewinnt bei den Capitals, Linz in Znaim. Salzburg siegt erstmals gegen Dornbirn.

Mit einem 4:2-Erfolg bei den Vienna Capitals schoss sich Villach in die Favoritenrolle für den Aufstieg ins Semifinale. Die Kärntner führen nach der Partie am Dienstag in der Best-of-seven-Serie überraschend mit 2:1.

Zum Leidwesen der Wiener drängten sich vor 5150 Zuschauern aber die Referees Peter Gebei und Ladislav Smetana in den Mittelpunkt. Vor allem im zweiten Drittel sorgten sie mit vielen Fehlentscheidungen für unnötige Emotionen. Und weil diese meist zugunsten der Villacher fielen, beeinflussten sie damit auch das Spiel.
Was war passiert? Villach war im ersten Drittel das bessere Team und führte verdient mit 2:0. Dass der Wiener Adrian Veideman von hinten bewusstlos gecheckt wurde und der Villacher Mario Lamoureux nur zwei Minuten auf die Strafbank musste, war mehr als nur fragwürdig. Für Veideman dürfte die Saison zu Ende sein.

Nach der Pause schickten Smetana und Gebei bei gleichen Vergehen nur noch Wiener auf die Strafbank. Direkt vor dem dem 3:1 von Hughes wurde Benoit Gratton bestraft, obwohl dieser gefoult worden war, ein Stockschlag von Cole Jarrett an Caps-Keeper Matt Zaba wurde nicht gegeben und ein Foul an Andre Lakos nicht. Und als der Wiener Mike Ouellette alleine durchstarten wollte, aber von Gerhard Unterluggauers Schläger an der Brust gestoppt wurde, sahen die Schiedsrichter ein Foul sowie eine Schwalbe und schickten auch den Wiener auf die Strafbank.

Die Entscheidung

Im Schlussdrittel nahmen sich Gebei und Smetana wieder zurück. Nachdem die Capitals durch Beech das 2:3 erzielt hatten  (45.), drückten die Wiener auf den Ausgleich. Aber nur bis zum 4:2 von Pewal  (53.).  In der Schlussphase verletzte sich Villachs Pretnar an der Schulter und musste mit Blaulicht ins Spital gebracht werden, weil in der Halle seine  Luxation nicht behoben werden konnte.
Capitals-Coach Tommy Samuelsson zollte den Villachern Respekt: „Wenn sie in Führung gehen, dann spielen sie sehr gut.“ Gestern führten sie bereits nach 20 Sekunden 1:0. „Das sollte uns nicht frustrieren. Es waren ja noch fast 60 Minuten zu spielen. Wir müssen mehr Zweikämpfe gewinnen, dann werden wir sie frustrieren“, sagte Mike Ouellette für das nächste Spiel am Freitag in Villach.

Weitere Spiele

Salzburg verkürzt auf 1:2

Red Bull Salzburg hat im Viertelfinale gegen Dornbirn im dritten Spiel erstmals gewonnen. Der Titelanwärter bezwang den Außenseiter am Dienstag zu Hause mit Mühe 4:3 nach Verlängerung. Bozen fuhr mit dem 3:0-Heimerfolg gegen Fehervar indes bereits den dritten Sieg ein. Die Südtiroler können die Serie im nächsten Match in Ungarn auf schnellstem Weg entscheiden.

Salzburg startete gegen die Bulldogs schlecht und lag zweimal mit zwei Toren zurück, nach rund einer halben Stunde hatte der Favorit aber ausgeglichen. Jeitziner und zweimal Arniel schrieben für die Gäste an, Trattnig, Komarek und Fahey für die Salzburger, die nach dem 1:3 im Tor Brückler für Gracnar eingewechselt hatten. Im Schlussdrittel gaben die Gastgeber zwar den Ton an, gingen vorerst aber noch leer aus. Erst in der siebenten Minute der Verlängerung war es Kristler, der doch noch den dringend benötigten Heimerfolg sicherstellte.

Linz siegt in Znaim

Die Black Wings holten in Znaim zunächst durch Moran und Lebler zweimal einen Rückstand auf. Im Mitteldrittel erzielte Ulmer in Überzahl die erstmalige Führung der Oberösterreicher. Den Tschechen gelang im Schlussabschnitt der Ausgleich, ehe Leahy (56.) die Entscheidung und damit den ersten Linzer Saisonsieg in Znaim fixierte.

Ergebnisse

UPC Vienna Capitals - EC VSV 2:4 (0:2,1:1,1:1).
Wien, 5.150, SR Gebei/Smetana. Tore: Fortier (28./PP2), Beech (45.) bzw. Hughes (1.), Pewal (20., 53.), Hunter (30./PP). Strafminuten: 19 bzw. 21 plus 10 (Jarrett). Stand in der Serie: 1:2. Spiel 4 am Freitag in Villach.

HC Bozen - SAPA Fehervar 3:0 (2:0,0:0,1:0). Bozen, 2.000, SR Kaspar/Warshaw. Tore: Tomassoni (17./PP), Sharp (18./PP), Santorelli (47./PP2). Strafminuten: 4 bzw. 12. Stand in der Serie: 3:0. Spiel 4 am Freitag in Szekesfehervar.

HC Znaim - EHC LIWEST Black Wings Linz 3:4 (2:2,0:1,1:1). Znaim, 3.000, SR Dremelj/Erd. Tore: Havlik (5./PP), Blatny (18./PP), Pucher (44./PP) bzw. Moran (11./PP), Lebler (19.), Ulmer (31./PP), Leahy (56.). Strafminuten: 14 bzw. 18 plus Spieldauerstrafe Kozek, Spannring. Stand in der Serie: 1:2. Spiel 4 am Freitag (19.15 Uhr) in Linz.

Red Bull Salzburg - Dornbirner EC 4:3 n.V. (1:2,2:1,0:0 - 1:0). Salzburg, 2.500, SR Trilar/Veit. Tore: Trattnig (15./PP2), Komarek (27.), Fahey (32./PP), Kristler (67.) bzw. Jeitziner (3.), Arniel (12./PP, 22.). Strafminuten: 16 bzw. 20. Stand in der Serie: 1:2. Spiel 4 am Freitag in Dornbirn.

(Kurier / apa) Erstellt am
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