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10.09.2017

Video: Capitals gewinnen EBEL-Schlager gegen KAC

Der Meister schlug am zweiten Spieltag den Vizemeister aus Klagenfurt und steht an der Tabellenspitze.

Erst hieß Capitals-Präsident Hans Schmid die 4750 Zuschauer zum ersten Heimspiel des Titelverteidigers willkommen und bat um einen Applaus für die Gäste aus Klagenfurt, dann wurde das Meisterbanner unter dem Hallendach unter tosendem Applaus ausgerollt. Die Stimmung beim Wiedersehen zwischen Meister und Vizemeister hätte kaum besser sein können.

Und die Partie war auch ähnlich intensiv wie die vier Finalspiele im April, die die Wiener alle gewonnen hatten. „Es war, als hätten wir ein fünftes Finale gespielt“, sagte Rafael Rotter nach dem 4:1-Erfolg.

Bis zum ersten Tor mussten die Zuschauer aber lange warten. Erst traf Sharp mit einem abgefälschten Schuss die Latte des KAC-Tores (12.), dann testete Hundertpfund das Metall des Capitals-Tores (17.). Erst kurz vor dem Ende des ersten Drittels traf Rotter zum 1:0 (20.). Der Wiener übernahm im Powerplay einen Steilpass von Fraser, machte einen Haken um KAC-Goalie Duba und schob ein – ein Zaubertor.

Spielzusammenfassung zur Verfügung gestellt von ServusTV:

Wiener Qualität

An das Niveau des Finales vom April, das die Wiener 4:0 gewonnen hatten, kam die Partie aber nicht heran. Zu viele Fehler schlichen sich bei beiden Teams im Spielaufbau ein. Und so gab es auf beiden Seiten einige Möglichkeiten. Die beste hatte KAC-Verteidiger Regehr, der mit einem Handgelenksschuss die Latte traf (36.).

Entscheiden sollte schließlich die höhere Qualität der Wiener beim Torabschluss. Top-Scorer Holzapfel wurde von der KAC-Verteidigung alleine gelassen, der Kanadier traf backhand zum 2:0 (44.). Weil die Wiener nach dem 1:2 durch Ganahl (50.) im Schlussdrittel das Tempo wieder erhöhten, gingen sie verdient als Sieger vom Eis. Die Entscheidung fiel nach einem Fehler des KAC, den man wohl in Schülerteams nur selten sieht. Robar passte vor das eigene Tor, dort verlor Talbot den Puck an Sharp, der zum 3:1 einschoss (56.). Rotter erhöhte mit seinem zweiten Tor auf 4:1 (59.), als der KAC schon Goalie Duba vom Eis genommen hatte.

Caps-Coach Aubin sagte: „Es war ein gutes Spiel beider Mannschaften. Aber es wäre ein wenig zu früh zufrieden zu sein. Es sind noch 42 Partien im Grunddurchgang zu spielen.“ Rotter betonte: "Das 4:1 ist ein wenig hoch. Aber wir haben doch mehr für das Spiel gemacht und verdient gewonnen."

Genauso wie der KAC steht auch Salzburg mit null Punkten da. Nach dem 3:4 gegen Dornbirn setzte es am Sonntag ein 0:4 in Znaim. Villach ist nach dem 4:3 gegen Graz der erste Verfolger der Capitals.

Der VSV zeigte beim Heimsieg gegen Graz einen starken Auftritt. Nach einem 1:1 zur ersten Drittelpause übernahmen die "Adler" im zweiten Drittel das Kommando und sorgten mit drei Toren für die Vorentscheidung. Die Gäste konnten sich kaum befreien, kamen aber im Powerplay durch einen Treffer von Brock Higgs (36.) auf 2:4 heran. Der Kanadier war es auch, der das Spiel mit seinem Treffer im Schlussabschnitt (57.) noch einmal spannend machte. Am Ende blieben die Bemühungen der Grazer aber unbelohnt.

Salzburg kam in Tschechien nach dem ersten Drittel nicht mehr ins Spiel, fasst viele Strafen aus und musste sich wie erwähnt schon zum zweiten Mal in der Saison geschlagen geben. Colton Yellow Horn (30., 44.) und Radek Cip (50.) besorgten zusammen drei Powerplay-Treffer, zudem trug sich Matus Radim (34.) in die Torschützenliste ein. In der ersten Runde am Freitag hatte die Mannschaft von Trainer Greg Poss zu Hause gegen den Dornbirner EC verloren.

Für Znaim war es der zweite Erfolg nach dem Overtime-Sieg gegen die Black Wings aus Linz, die diesmal gegen Bozen nichts anbrennen ließen. Nur im zweiten Abschnitt waren die Südtiroler einigermaßen gefährlich, Tore von Brian Lebler (8.), Sebastien Piche (37.), Dan DaSilva (43.) und Erik Kirchschläger (55.) sorgten jedoch für den komfortablen Sieg.