Die Überflieger auf dem Boden

Erstmals seit 1991 war bei einem Weltcup-Skifliegen kein Österreicher unter den besten drei.

Neun von elf Weltcupbewerben hatte Österreichs erfolgreiche Fluglinie gewonnen. Aber gerade die raue Luft in Österreich ließ die Konkurrenten wieder Höhenluft schnuppern.

Im ersten Bewerb des Tages, der nur in einem Flug entschieden wurde, gab es mit Platz zwei von Thomas Morgenstern einen Platz auf dem Siegespodest. Es gewann der slowenische Flugspezialist Robert Kranjec, der sich schon vor zwei Jahren den bislang letzten Bewerb auf dem Kulm geholt hatte. Platz drei ging an Anders Bardal. Vor den Norwegern hatte Österreichs Teamtrainer Alexander Pointner gewarnt. "Für sie ist das Fliegen Berufung."

Das zeigte Bardal dann auch im zweiten Bewerb, der in zwei Flügen ausgetragen wurde. Dabei lief es für die Österreicher noch schlechter als am Vormittag. Weil Schlierenzauer nicht gewann, sondern erstmals in seiner Karriere disqualifiziert wurde, war erstmals seit 1991 bei einem Weltcup-Skifliegen kein Österreicher unter den besten drei. Bester der ÖSV-Athleten war wieder Thomas Morgenstern als Vierter.

Andreas Kofler kam an diesem Wochenende nicht ins Fliegen, wurde nur 14. und 26., was aber reichte, um die Weltcupführung zu verteidigen.

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( Kurier ) Erstellt am 15.01.2012