Trainer Jim Boni ist mit den Vienna Capitals ausgeschieden.

© Agentur Diener/DIENER / Eva Manhart

Eishockey
03/06/2016

Der VSV beendet die Saison der Capitals

Die Kärntner setzten sich in der Viertelfinalserie gegen die Wiener mit 4:1 durch.

Der VSV steht als erster Klub im Halbfinale der Erste Bank Liga (EBEL). Die Villacher feierten am Sonntag in Wien gegen die Vienna Capitals einen 3:2-Sieg nach Verlängerung und entschieden damit die „Best-of-seven“-Viertelfinalserie mit 4:1 für sich.

Red Bull Salzburg steht nach einer Heimniederlage gegen den KAC vor dem Ausscheiden. Der Titelverteidiger verlor das Heimspiel gegen den Rekordmeister mit 3:4 nach Verlängerung und muss nach der dritten Niederlage hintereinander am Dienstag (19.15) in Klagenfurt gewinnen, um nicht zum ersten Mal seit vier Jahren das Halbfinale zu verpassen.

So wie der KAC sind auch die Black Wings Linz und Znojmo mit 3:2 in Führung gegangen und können am Dienstag den Aufstieg fixieren. Linz siegte in Bozen mit 6:4, Znaim feierte gegen den Dornbirner EC einen 5:2-Heimsieg.

Entscheidung in der Verlängerung

In Wien schoss Dustin Johner den VSV ins Halbfinale. Der Stürmer fälschte in der 77. Minute im Powerplay einen Schlacher-Schuss zum Siegtreffer ab. Die Strafe davor (Spielverzögerung gegen Simon Gamache) war allerdings umstritten.

Es war ein rasantes Spiel, das den 6.300 Zuschauern geboten wurde. Die Capitals, die dem VSV schon vor zwei Jahren im Viertelfinale mit 1:4 unterlegen waren, hatten mehr vom Spiel, der VSV hielt aber kräftig dagegen und war im Konter immer gefährlich.

Die frühe Caps-Führung durch Julian Großlercher (3.) drehte Benjamin Petrik, der in der 21. und 29. Minute jeweils Wiener Abwehrfehler und ideale Pässe von Rick Schofield für zwei Tore nützte. Die Holst-Truppe hatte danach Chancen auf das 3:1, doch das Tor machten die Heimischen durch Andreas Nödl (38.). Nach einem trefferlosen Schlussdrittel nützten die Kärntner aber ein Überzahlspiel in der Overtime zum Aufstieg.

Happy End für den KAC

Auch in Salzburg wurde den Fans ein richtiger Play-off-Fight mit Happy End für die Kärntner Gäste geboten. Der KAC, der mit zwei Niederlagen in die Serie gestartet war und nach drei Siegen nun am Dienstag mit Heimvorteil „Matchpuck“ hat, zeigte in der temporeichen Partie neuerlich Kampfgeist, lagen die Heimischen doch schon 2:0 und 3:1 voran.

Zdenek Kutlak (11.) nach Fehler von KAC-Torhüter Rene Swette und John Hughes (16.) sorgten für eine Salzburger Führung nach dem ersten Drittel. Der KAC schaffte durch Oliver Setzinger im Konter den Anschlusstreffer (24.) und lieferte den Roten Bullen danach eine offene Partie. Auch vom dritten Gegentreffer durch Ryan Duncan (38.) und einem vergebenen Penalty von Jonas Nordqvist (40.) ließen sich die Rotjacken nicht entmutigen.

Mit Powerplay-Treffern durch Jamie Lundmark (41.) und Jason DeSantis (45.) schafften die Klagenfurter den Gleichstand, überstanden in der Verlängerung ein Unterzahlspiel und wurden schließlich belohnt. Thomas Koch stocherte den Puck nach 9:05 Minuten der Overtime zur Entscheidung ins kurze Eck. Der KAC hat nun alle Chancen, sich bei Salzburg für die klare Halbfinal-Abfuhr im Vorjahr (0:4) zu revanchieren und erstmals seit 2012 wieder ein Play-off-Duell mit den Bullen für sich zu entscheiden.

Linzer Auswärtssieg

Die Black Wings haben die zwei Niederlagen während der Woche weggesteckt und zurückgeschlagen. Das Match vor 7.000 Zuschauern in der Eiswelle entschieden nicht zuletzt die „Special Teams“ zugunsten der Gäste. Während die Bozener in sieben Powerplays torlos blieben, münzten die Linzer ihre ersten drei Überzahl-Spiele in drei Tore um.

Linz ging im Mitteldrittel durch Tore von Andy Kozek 15 Sekunden nach Wiederbeginn, Jason Ulmer (24.) und Olivier Latendresse (37.) 3:1 in Führung. Nach Fabio Hofers 4:1 (42.) sorgten Nicholas Palmieri und Markus Gander mit einem Doppelpack innerhalb von 34 Sekunden (50.) wieder für Spannung, ehe Ulmer (55.) und Mario Altmann (57.) im Powerplay das Spiel endgültig entschieden. Die Black Wings, die sich schon im Vorjahr im Viertelfinale gegen Südtirol durchgesetzt hatten, können nun mit Heimvorteil alles klar machen.

Vorteil für Znaim

Die Hoffnungen von Dornbirn, erstmals in der Klubgeschichte das Halbfinale zu erreichen, haben den nächsten Dämpfer erhalten. Nach zwei Siegen in den ersten zwei Spielen stehen die Vorarlberger nach zuletzt drei Niederlagen in den restlichen Partien unter Zugzwang. Am Sonntag gingen die Tschechen bis zur 27. Minute 3:0 in Führung, doch die „Bulldogs“ kämpften sich durch Tore von Nicholas Crawford (31.) und Jonathan D'Aversa (39.) zurück. Die Wende gelang aber nicht.

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