Taylor Vause und Rafael Rotter feiern den Siegtreffer.

© DIENER / Eva Manhart/DIENER / Manhart, Zach/Capitals

Eishockey
03/02/2017

"Der Kraftakt gibt uns noch mehr Selbstvertrauen"

Siegestorschütze Taylor Vause über die Folgen des Marathon-Spiels in Innsbruck.

von Peter Karlik

Er riss die Hände in die Höhe, rutschte auf den Knien Richtung Bande und wurde beinahe von einer gelbschwarzen Lawine erdrückt. Taylor Vause hatte in der 104. Minute den Siegestreffer zum 4:3 gegen den HCI erzielt und dann alle Hände voll zu tun, um den Emotionen seiner heranstürmenden Kollegen standzuhalten.

0.09 Uhr war es zu diesem Zeitpunkt, also knapp fünf Stunden nach dem Spielbeginn um 19.15 Uhr. Da es im Play-off der Erste Bank Liga kein Penaltyschießen gibt, wird so lange gespielt, bis ein Tor fällt – immer in 20-Minuten-Dritteln, getrennt durch 15-minütige Pausen.

"Ich war noch nie bei einem Spiel, das erst in der dritten Verlängerung entschieden wird. Weder als Spieler noch als Trainer", sagte Capitals-Trainer Serge Aubin mit leicht heiserer Stimme nach dem Marathon-Match. Auch für den Kanadier war es keine leichte Aufgabe. "Aber ich bin stolz, wie meine Spieler fokussiert geblieben sind." Speziell, als die Innsbrucker nach 16 Minuten 3:1 in Führung gegangen waren.

Zufriedene Gesichter

Durch den 4:3-Erfolg führen die Capitals in der Best-of-seven-Serie 2:0, am Freitag folgt das dritte Spiel in Wien. "Die Heimfahrt mit zufriedenen Gesichtern und einer 2:0-Führung war viel wert. Der Kraftakt gibt uns noch mehr Selbstvertrauen", sagte Siegestorschütze Vause.

Das Nachspiel stand für beide Teams im Zeichen der Regeneration. Für die Wiener war dies allerdings schwieriger, da sie noch eine knapp sechsstündige Busfahrt zu absolvieren hatten. Schon davor nutzten manche Capitals-Spieler die Möglichkeit, in der Innsbrucker Halle auf einem Ergometer auszuradeln oder die lädierten Muskeln zu dehnen. Um 1 Uhr war dann Abfahrt. Im unteren Deck des Wiener Luxus-Busses standen Lasagne und Salat bereit. Nach den anstrengenden Stunden davor wurde es im Bus schnell ruhig, und einige Spieler konnten ein paar Stunden schlafen. Schließlich ist das Gefährt so groß, dass jeder Spieler eine eigene Reihe für sich hat.

Für die Capitals endete der Arbeitstag erst mit der Ankunft in Wien am Aschermittwoch um 6.45 Uhr. Doch bereits am Nachmittag wurden wieder einige bei einem freiwilligen Training in der Halle gesichtet. Der Ehrgeiz ist sehr groß bei den Wienern.

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