Auston Matthews durfte bei seinem Debüt gleich viermal jubeln.

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Eishockey-Traum
10/13/2016

Der Eismeister aus dem Wüstenstaat

Der 19-jährige Auston Matthews aus Arizona erzielte vier Tore bei seinem Debüt in der NHL.

von Peter Karlik

Ema Matthews kullerten auf der steilen Tribüne in der Arena der Ottawa Senators die Tränen über die Wangen. Die Mama des derzeit größten Talentes im Eishockey hätte sich so ein Debüt in der besten Eishockeyliga der Welt nie erträumt.

Vier Tore erzielte ihr 19-jähriger Sohn Auston Matthews in seinem ersten Spiel in der National Hockey League für die Toronto Maple Leafs. "Seit er sechs Jahre alt war, hat er davon geträumt, in der NHL zu spielen. Ich bin so glücklich für ihn", sagte Ema Matthews.

Ein so trefferreiches Debüt gab es in der Neuzeit der NHL nicht. Seit der Neugründung der Liga 1943 haben vier Spieler bei ihrem Debüt drei Tore geschossen. Nur Joe Malone und Harry Hyland waren 1917 in der allerersten Runde der NHL mit fünf Treffern noch erfolgreicher.

Historische Nacht

Auch, wenn das Spiel mit 4:5 nach der Verlängerung verloren ging, sprach selbst Torontos Startrainer Mike Babcock: "Wir waren heute Teil einer historischen Nacht. Matthews ist ein spezieller Spieler. Für mich persönlich war es das beste Erlebnis, seit ich bei Toronto bin."

Matthews bekam in alter Tradition die vier Pucks, die er im Tor versenkte, mit Beschriftung nach dem Spiel überreicht. Normalerweise erhalten die Hartgummi-Trophäen einen Ehrenplatz bei den Spielern.

Der Weg zum NHL-Star war für das Super-Talent schon lange vorgezeichnet. Doch in den höchsten US-Nachwuchsligen war er "heillos unterfordert", wie das Schweizer Newsportal watson.ch schrieb.

Als der Spielmacher 17 Jahre alt war, wurde er vom Schweizer-Top-Klub ZSC Lions verpflichtet. Erleichtert wurde das Engagement durch den damaligen Trainer Marc Crawford, der vor seiner Zeit in Zürich 15 Jahre lang Headcoach in der NHL war und den Ruf hatte, Talente in Profiteams integrieren zu können. Der Kanadier verglich den Teenager schnell mit den großen Namen des Sports: "Seine Übersicht erinnert an Peter Forsberg. Seine Bewegungen und der Hang zum unerwarteten Spielzug mahnen an Anze Kopitar." Der 19-Jährige aus dem US-Wüstenstaat Arizona sagte damals zurückhaltend: "Das rührt mich natürlich. Aber diese Spieler sind keinen Qualitätsbeweis mehr schuldig. Ich schon."

Bis zu seinen vier Toren am Mittwoch. Doch selbst in der legendären Nacht am Mittwoch jubelte Matthews nicht überschwänglich. Reife und Zurückhaltung gehören zu seinem Handwerkszeug wie Schläger und Puck.

Größtes Talent

Edgar Salis, Sportchef in Zürich, lobt den Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln: "Seine Bodenständigkeit ist wohl sein größtes Talent. Er stellt sich auf eine Stufe mit den Nachwuchsspielern." In der Schweiz kam er in 40 Partien auf 24 Tore und 22 Assists. Obwohl er in Zürich Top-Torschütze war, sagte er: "Tore und Assists sind nebensächlich." Es ginge ihm nur um die Mannschaft. Das Jahr in der Schweiz ging dennoch enttäuschend zu Ende. Denn als bestes Team des Grunddurchgangs verlor Zürich in der ersten Play-off-Runde gegen den späteren Meister SC Bern. Damit war der Ausflug nach Europa beendet. Für Matthews persönlich erfolgreich, denn es gelang ihm eine erste starke Saison im Profi-Eishockey.

Es wird nur das erste Kapitel einer langen Erfolgsgeschichte sein.


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