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05.12.2011

Capitals und Salzburg verlieren erneut

Eishockey: Bei der 3:6-Niederlage der Wiener gegen Mannheim wurde auf dem Eis und auf den Tribünen gerauft.

Red Bull Salzburg und die Vienna Capitals kassierten am Sonntagabend jeweils die zweite Niederlage im dritten European Trophy-Spiel.

Salzburg unterlag in Stockholm Djurgaarden IF mit 2:4 (1:1,1:2,0:1). In der Partie lag Brisanz, war es doch das Duell des aktuellen Salzburg-Trainers Pierre Page mit seinem Vorgänger Hardy Nilsson. Brenzlig wurde es bereits in Minute sieben, als der Salzburger Bois und sein Kontrahent Kempe nach einem Faustkampf mit Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine mussten.

Vor 2.500 Zuschauern im Hovet-Stadion brachte Raffl die Gäste in Führung (18.), Carlsson glich fast postwendend aus (19.), doch dank Aubin (24./PP) legten die Bullen abermals vor. Danach gelang den Salzburgern aber kein Treffer mehr, auch wenn sie kämpferisch bis zum Schluss nicht aufsteckten. Für das Team von Nilsson war es der dritte Sieg im dritten Heimspiel, die Bullen halten bei einem Erfolg (4:0 daheim gegen Färjestad) und zwei Niederlagen. Das nächste Spiel findet am kommenden Freitag bei den Eisbären Berlin statt.

3:6 gegen Mannheim

Auch die Vienna Capitals sind am Sonntag in die nächste Niederlage in der European Trophy geschlittert. Vor 4.700 Zuschauern mussten sich die Wiener in der Eastern Division den Adlern aus Mannheim nach hartem Kampf mit 3:6 (1:0,2:4,0:2) geschlagen geben und kassierten die zweite Niederlage im dritten Spiel. Nächster Gegner ist am Freitag auswärts der HC Slovan Bratislava.

Fortier brachte das Heimteam in der 9. Minute im Powerplay mit 1:0 in Führung, der Kanadier hält damit bei bereits vier Saisontreffern. Mittel- und Schlussdrittel der schnell geführten Partie gingen dann allerdings eindeutig an Mannheim, Ferland (32.) und Gunnarsson (38./PP2) trugen sich noch in die Schützenliste der Wiener ein. Im Tor der Capitals hatte dieses Mal Sebastian Stefaniszin gegenüber Reinhard Divis den Vorzug bekommen und sich auch einige Male ausgezeichnet.

Turbulent wurde es im letzten Drittel, auch wegen zahlreicher Härteeinlagen: Lehoux (45.) hatte die die Hoffnung der Capitals auf den 4:4-Ausgleich zerschlagen und seine Mannschaft 5:3 in Front gebracht. Als dann ein Check des Deutschen Mauer mit einer Fünf-Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet wurde, kam es zu Raufereien auf dem Eis und auch unter den Zuschauern, die Partie wurde kurz unterbrochen. Unter den Fans befanden sich auch 500 mitgereiste Anhänger des sechsfachen deutschen Meisters.

"Wenn ich auf alle drei Spiele zurückblicke, bin ich grundsätzlich sehr zufrieden. Wir konnten auf dem hohen Niveau mitspielen, uns fehlen aber noch viele Kleinigkeiten und daran werden wir arbeiten", sagte Capitals-Headcoch Tommy Samuelsson.

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