Auftakt zum Eishockey-Wiederaufstieg

© Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK

Österreichs jüngstes Team seit 2004 startet heute gegen die Ukraine in die B-Weltmeisterschaft.

Es hat nur etwas mehr als elf Monate gedauert, bis für Österreichs Eishockey-Team wieder eine Weltmeisterschaft auf dem Programm steht.

Nach dem Abstieg 2011 in der Slowakei muss das A-Team wieder in der zweiten Liga antreten. Wegen der Reform der WM-Modi ist die heute in Laibach beginnende zweite Leistungsstufe auch tatsächlich die zweite. Waren bislang die zwei Sechsergruppen der Divison I A und B gleichwertig und stieg nur jeweils der Sieger auf, so ist in diesem Jahr die Division I A in Laibach der Division B in Polen übergeordnet. Somit gibt es kommende Woche in Laibach zwei Aufsteiger.

 

Rollenverteilung

Favorit ist Gastgeber Slowenien, Mitfavoriten sind Ukraine, Österreich und Ungarn. Japan kann zum Haxlsteller werden, Großbritannien sollte nicht mehr als Punktelieferant sein.

Österreich beginnt gleich heute mit einem Schlüsselspiel gegen die Ukraine (16.30 Uhr, live ORF Sport+). Das letzte Aufeinandertreffen endete mit einem 2:1-Zittersieg für Österreich und bedeutete bei der B-WM in Tilburg 2010 den Aufstieg.

Österreichs Teamchef Manny Viveiros war damals Assistent von Bill Gilligan. Er hat vor der Ukraine auch heute viel Respekt: "Die Mannschaft zählt zu den Favoriten. Jeder Gegner muss auf dem höchsten Level spielen, um die Ukraine zu schlagen."

 

Jüngstes Team

Viveiros, der nach dem Abstieg vor elf Monaten das Zepter von Bill Gilligan übernahm, setzt auf die jüngste Mannschaft seit der WM 2004 in Prag. Der Altersschnitt beträgt nur noch 25,6 Jahre, vor zwei Jahren lag er noch bei 28,6. Nachdenklich stimmt allerdings eine andere Zahl. Mit 1,82 Metern durchschnittlicher Körpergröße gehört Österreich nur in der zweiten Liga nicht zu den Zwergerln.

Gespielt wird die WM übrigens in einer beeindruckenden Halle, die ihresgleichen in Österreich sucht. Laibach, Hauptstadt des 2-Millionen-Einwohner-Landes, leistete sich 2010 eine moderne Multifunktionsarena für bis zu 16.000 Gäste bei Konzerten, 12.480 bei Basketball-Spielen und 10.000 Plätzen bei Eishockey. Und gleich daneben steht ein schmuckes Fußballstadion für 16.135 Zuschauer. In der Infrastruktur ist Slowenien den Österreichern mehr als eine Kufenbreite voraus. Für das Samstag-Spiel gegen Österreich gab es eine Woche vorher nur noch 60 Karten.

Vorerst 20 Feldspieler

Der Eishockeyverband hat am Samstagabend vorerst 18 Feldspieler und 2 Torhüter genannt. Verteidiger Gerhard Unterluggauer hat sich am Freitag eine Verletzung zugezogen und fehlt vorerst, aus dem Quartett Unterluggauer, Mario Altmann, Mario Fischer und Michael Schiechl werden aber noch zwei Spieler zur Mannschaft stoßen.

Die WM: 46 Teams, sechs Turniere

WM in Finnland & Schweden
(4.-20.5.): Russland, Schweden, Tschechien, Deutschland, Norwegen, Lettland, Dänemark, Italien, Finnland, Kanada, USA, Schweiz, Slowakei, Weißrussland, Frankreich, Kasachstan.

Division I A in Slowenien:
Österreich, Slowenien, Ukraine, Ungarn, Japan, Großbritannien.

Division I B in Polen:
Polen, Südkorea, Niederlande, Litauen, Rumänien, Australien.

Division II A in Island:
Spanien, Estland, Kroatien, Island, Neuseeland, Serbien.

Division II B in Bulgarien:
1. Belgien, 2. China, 3. Bulgarien, 4. Mexiko, 5. Israel, 6. Südafrika. (bereits Endstand)

Division III in der Türkei:
Griechenland, Türkei, Luxemburg, Nordkorea, Irland und die Mongolei.

Erstellt am 15.04.2012