Aufstand der Skihersteller

So oder so: Benjamin Raich (li.) und Aksel Lund Svindal werden auch im nächsten Winter wieder ihrem Job nachgehen.
Foto: apa

Die Rennski werden schmäler und länger, entschied die FIS. Die Hersteller sind dagegen.

Der Ski-Weltverband hat sich nach langen Testreihen durchgerungen, die Materialrichtlinien zur Saison 2012/'13 zu ändern - doch wie stets stoßen die Neuerungen nicht überall auf Gegenliebe.

Nun hat die Vereinigung der Ausrüsterfirmen (SRS) der FIS einen dreiseitigen Brief geschrieben, in dem sie deren Vorgehensweise kritisiert. Die Testphase sei noch längst nicht abgeschlossen; Prototypen neuer Abfahrtsski seien nur bei bestimmten Bedingungen ausprobiert worden; die Auswirkung der Kombination aus reduzierter Standhöhe und längeren, schmäleren Skiern sei noch nicht genügend erforscht, dies speziell mit Blick auf Abfahrten wie die Streif in Kitzbühel, wo das Risiko der Athleten, auf dem Schuh seitlich wegzurutschen, höher sei als bisher.

Die Firmen schlagen vor, mehr Augenmerk auf die Kurssetzung zu legen: "Die Zeitunterschiede zwischen den Prototypen und den bisherigen Skiern betrugen Sekundenbruchteile", durch andere Kurse aber könne man die Alpinen um Sekunden einbremsen.

Ein Grund für die Kritik ist der finanzielle Aufwand der Firmen: Tausende Paar Skier müssten neu gebaut werden.

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(kurier) Erstellt am
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