9 gewannen die ersten 3 Tournee-Springen

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Neun Springer haben geschafft, was Gregor Schlierenzauer in Innsbruck nicht schaffte.

Mit seinem Triumph beim Neujahrsspringen war Gregor Schlierenzauer der 17. Springer, der die ersten beiden Bewerbe der Vierschanzentournee gewinnen konnte. Danach auch noch in Innsbruck zu gewinnen, schafften nur neun Springer. Schlierenzauer bekanntlich nicht.

Von den neun Auftakts-Triple-Siegern entschieden gleich acht die Tournee für sich. Einzig der Japaner Yukio Kasaya schaute in der Saison 1971/72 durch die Finger. Er musste vor der Konkurrenz in Bischofshofen abreisen, um sich in Japan an der Olympia-Qualifikation für Sapporo zu beteiligen.

Damals gewann der Norweger Ingolf Mork, ohne ein Springen für sich zu entschieden zu haben. Doch das ist keine Seltenheit. Insgesamt sieben Springer holten den Tourneesieg, ohne ganz oben auf Podium gestanden zu sein, zuletzt Janne Ahonen 1998/1999.

Dem Norweger Olav Björnstad gelang es als Erstem in der 60-jährigen Tourneegeschichte, bei den ersten drei Springen die Konkurrenz hinter sich zu lassen. In der Saison 1953/1954 sicherte er sich damit seinen einzigen Tourneesieg. In Bischofshofen wurde er Dritter.

Gleiches gelang fünf Jahre später dem Deutschen Helmut Recknagel. Auch er trug sich als einmaliger Sieger in die Tourneeannalen ein. Gleich in der darauffolgenden Saison war es wieder ein Deutscher, Max Bolkart, der sich mit den drei Auftaktsiegen zum Tourneesieger kürte. 1962/1963 war es wiederum ein Norweger, Toralf Engan der sich nach den drei Tageserfolgen in Oberstdorf, Garmisch und Innsbruck als Gesamtsieger feiern ließ.





Kazuyoshi Funaki.
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Für besonderes Aufsehen sorgte Bjorn Wirkola. Ihm gelang es nicht nur als fünftem Springer die ersten drei Tourneestationen für sich zu entscheiden. Nach seiner Karriere als Skispringer spielte der Norweger Fußball als Stürmer bei Rosenborg Trondheim, wo er 1971 sogar das norwegische Double holte.

In den 90er-Jahren gelang es lediglich dem Japaner Kazuyoshi Funaki, Oberstdorf, Garmisch und Innsbruck en suite zu gewinnen. Der Edelstilist, dessen Flüge durch einen extrem geringen Abstand zwischen Kopf und Ski gekennzeichnet waren, holte sich in der Saison 1997/1998 seinen einzigen Tourneesieg.

Ahonen wurde nach drei Siegen in Bischofshofen Zweiter.
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Der absolute Tournee-Saisonüberflieger war der deutsche Sven Hannawald. Ihm gelang der als einzigem der "Grand Slam", nämlich alle vier Tourneespringen in einer Saison zu gewinnen. (2002)

Drei Auftaktsiege gelangen zuletzt dem Finnen Janne Ahonen in der Saison 2004/2005 – der 2. Platz in Bischofshofen hinter Martin Höllwarth reichte zum dritten von fünf Gesamtsiegen.

Sieger der ersten 3. Tournee-Springen

1953/1954 Olaf B. Bjørnstad (Norwegen) Gesamtsieger: Bjornstad
1958/1959 Helmut Recknagel(Deutschland) Gesamtsieger: Recknagel
1959/1969 Max Bolkart (Deutschland) Gesamtsieger: Bolkart
1962/1963 Toralf Engan (Norwegen) Gesamtsieger: Engan
1968/1969 Bjorn Wirkola (Norwegen) Gesamtsieger: Wirkola
1971/1972 Yukio Kasaya ( Japan) Gesamtsieger: Ingolf Mork (Norwegen)
1997/1998 Kazuyoshi Funaki (Japan) Gesamtsieger: Funaki
2001/2002 Sven Hannawald (Deutschland) Gesamtsieger: Hannawald
2004/2005 Janne Ahonen (Finnland) Gesamtsieger: Ahonen

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Erstellt am 04.01.2012