Sport
31.01.2012

Werbe-Wahnsinn: Autowerbung beim Super Bowl

Die Super Bowl-Superlative der Autobauer: Damit sich 150 Millionen US-Amerikaner beim Football-Finale vor den Fernsehgeräten amüsieren, wird in der Autowerbung ordentlich geklotzt.

Die TV-Spots beim Super Bowl sind die Blockbuster der Werbung. 30 Sekunden Sendezeit kosten 3 Millionen Dollar. Das sind umgerechnet zirka 2,27 Millionen Euro. Doch wer rund 150 Millionen US-Amerikaner in den Werbeunterbrechungen des Football-Spektakels mit kreativ-witzigen Filmen beeindrucken möchte, greift gerne tief in die Konzerntaschen.

Bisher haben fünf Firmen ihre Spots ins Netz gestellt. Aber sehen Sie selbst:

Wer hat’s erfunden? Toyota.

Die Botschaft der Japaner: Wer das meistverkaufte Auto der USA, den Toyota Camry, weiterentwickeln kann, kann auch den Rest der Welt verbessern. Das wird humorvoll inszeniert: Zimmerpflanzen bekämpfen das Verbrechen, Verkehrspolizisten massieren Rücken und Regen macht schlank. Und selbstverständlich ist auch die Neuauflage des Camry viel besser als sein Vorgänger …

Vampire sollten ohne Audi feiern

Viele, die sich nicht im Solarium orange rösten, schätzen eine noble Blässe. Exzessives Sonnen unter UV-Strahlen ist außerdem ungesund. Während sich beim Menschen das Krebsrisiko erhöht, gilt für Vampire: Licht ist tödlich. Audi nimmt das wörtlich: Das neue LED-Tagfahrlicht aus Ingolstadt ist schädlicher als Knoblauch und sprengt die beste Party …

Chevy gratuliert zum bestandenen Examen

Universitätsabschlüsse gehören gefeiert. Und zum Feiern gehören Geschenke. Blöd nur, wenn der Wunsch nicht erfüllt wird. Chevrolet spielt auf witzige Weise mit dem Thema "Enttäuschung".

Der Autobauer beauftragte für den Spot übrigens keine Werbeagentur, sondern veranstaltete einen Wettbewerb. Das ist das Sieger-Video. Man merkt: Manchmal gewinnen auch Verlierer …

Volkswagen bellt lauter

VW weiß, es braucht nicht viel um einen Hype auszulösen: Elf Hunde sitzen auf Stufen und bellen den "Imperial March" aus Star Wars. Der Teaser wurde in sieben Tagen bereits mehr als 10 Millionen Mal angesehen. Wen wundert’s: Vierbeiner sind beliebt, vor allem jene die kläffen, aber nicht beißen.

Auf Sternenkrieger setzte Volkswagen bereits letztes Jahr: Der kleine Darth Vader aus dem Werbespot für den VW Passat ist mittlerweile Kult. Das komplette Hunde-Video hält Volkswagen noch unter Verschluss. Der Konzern will die 150 Millionen Zuschauer am 5. Februar überraschen …

Tausche Schlitten gegen Schlitten

Vergangenes Jahr setzte sich Suzuki zum ersten Mal in den Spielpausen des Football-Finales in Szene. Die Japaner scheinen Gefallen daran gefunden zu haben. Im aktuellen Spot tauscht ein Inuk Hundeschlitten gegen Kizashi mit Allradantrieb. Die stolzen Huskys mutieren zu Wackeldackeln. Der Fahrer ist begeistert, die Inuk-Ehefrau, die vor der Iglu-Tür wartet, weniger.