US Open: Nur Melzer übersteht Runde 1

Jürgen Melzer bleibt die einzige österreichische Hoffnung bei den US-Open.
Foto: apa

Österreichs Sportler des Jahres 2010 rettet nach den Niederlagen von Paszek und Haider-Maurer die Tennis-Ehre.

Es ist ähnlich unerfreulich wie zu Beginn des Jahres in Melbourne. Nur ein Österreicher steht in New York in der 2. Einzelrunde. Wie in Australien ist es auch dieses Mal Jürgen Melzer. Der Niederösterreicher, der nach einer Oberschenkelverletzung zuletzt erfolglos auf Formsuche gewesen war, schlug den französischen Sandplatz-Spezialisten Eric Prodon mit 6:2, 7:6, 6:2.

Der 30-Jährige diktierte gegen die Nummer 83 das Match nach Belieben und ließ sich nur im zweiten Satz etwas aus der Ruhe bringen. "Er hat sehr solide serviert und von hinten sehr variable gespielt ", sagt Manager Ronnie Leitgeb, für den der Sieg sehr wichtig war: "Jürgen hat zuletzt vor allem die Matchpraxis gefehlt, mit jedem Spiel kommt der Rhythmus und das Selbstvertrauen dazu."

Der nächste Schritt zurück zu alter Stärke soll gegen einen Russen erfolgen. Igor Kunitsin, der den Deutschen Matthias Bachinger nach 0:2-Satzrückstand noch niederrang, ist der nächste Gegner. Das bislang einzige Duell gewann Kunitsin vor drei Jahren in Pörtschach.

Ausgeschieden

Jürgen Melzer bleibt die einzige österreichische Hoffnung bei den US-Open. Foto: apa Jürgen Melzer bleibt die einzige österreichische Hoffnung bei den US-Open.

Zwei andere österreichische Asse verabschiedeten sich am Dienstag gegen etwas außergewöhnliche Erscheinungen. Tamira Paszek hat gegen eine Dame verloren, die auf den ersten Blick nicht wie eine solche wirkt. Und Andreas Haider-Maurer kann sich trösten, gegen einen Spieler ausgeschieden zu sein, der zumindest einen prominenten Namen trägt.

Die Dornbirnerin Tamira Paszek, in Wimbledon noch Viertelfinalistin, haderte mit den Nachwehen eines Bauchmuskelfaserrisses. Die 20-Jährige musste sich auch deshalb Akgul Amanmuradowa, Nummer 118, mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. Die Usbekin steckt stets in Herren-Outfits und war am Dienstag nicht nur aufgrund ihrer Körpergröße (1,90 m) überragend.

Der Waldviertler Andreas Haider-Maurer hatte im Vorjahr noch dem schwedischen Weltklassemann Robin Söderling in New York ein sehenswertes Fünf-Satz-Match geboten, am Dienstag erreichte der 24-Jährige diese Form in keiner Weise. Der gleichaltrige Sergej Bubka, Sohn des ehemaligen Olympiasiegers und sechsfachen Weltmeisters im Stabhochsprung, spielte bei seiner Grand-Slam-Premiere die Partie seines Lebens, schlug 25 Asse und ebenso viele Winner.

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(kurier) Erstellt am
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