Sport
05.12.2011

Tour: Cavendish siegt im Sprint

Der Brite landet seinen vierten Etappensieg. Die Entscheidung über den Sieger fällt in den Alpen.

Nach der ausgebliebenen Vorentscheidung in den Pyrenäen bleibt die 98. Tour de France ein Mehrkampf zwischen Ex-Weltmeister Cadel Evans, den beiden Schleck-Brüdern und dem weiter nicht überzeugenden Titelverteidiger Alberto Contador.

In den Pyrenäen gab es ein Patt der Favoriten - in der letzten Tour-Woche müssen die Alpen entscheiden. "Die Lage ist nicht schlecht für mich, aber das heißt noch nicht, ich habe gewonnen", sagte der australische Radprofi Evans, derzeit aussichtsreichster Kandidat für Gelb in Paris.

Zu ungeahnten Höhenflügen setzte im französisch-spanischen Grenzgebirge hingegen Lokalmatador Thomas Voeckler an, der sein Gelbes Trikot verteidigte, und nach Meinung von Rekordsieger Lance Armstrong die Rundfahrt sogar gewinnen kann. Nach dem schwersten Pyrenäen-Teilstück schoben sich die Favoriten gegenseitig die Schuld am kollektiven Patt zu. "Ivan Basso, mein Bruder und ich waren die Einzigen, die etwas versucht haben", klagte Fränk Schleck über die Passivität der anderen Klassementfahrer.

Contador muss spätestens bei der am Mittwoch beginnenden Alpenkletterei attackieren, wenn er die Tour gewinnen will. Knapp zwei Minuten liegt der Spanier hinter den Schlecks und Evans.

Sprinterkönig

Mark Cavendish bleibt der Sprinterkönig der Tour de France. Der Brite feierte am Sonntag auf der 15. Etappe über 193 Kilometer von Limoux nach Montpellier in einem Massensprint seinen vierten Tagessieg.

Der Franzose Thomas Voeckler verteidigte erfolgreich das Gelbe Trikot des Spitzenreiters im Gesamtklassement.